Kurzantwort
Eine pauschal „beste“ Energieeffizienzklasse für Kapitalanleger gibt es nicht: A und B bieten energetisch sehr gute Voraussetzungen, können aber bereits mit einem höheren Kaufpreis verbunden sein, während C oder D bei Bestandsimmobilien durchaus einen attraktiven Kompromiss aus Energieverbrauch und Kaufpreis darstellen können. Kritischer werden insbesondere sehr schlechte Klassen wie G oder H, wenn daraus hohe Heizkosten und größerer zukünftiger Sanierungsbedarf entstehen können. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.
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Aktuelle Energieausweise für Wohngebäude ordnen Gebäude von A+ mit sehr niedrigem bis H mit sehr hohem Endenergieverbrauch beziehungsweise -bedarf ein.
Klasse A liegt bei 30 bis unter 50 und Klasse B bei 50 bis unter 75 Kilowattstunden Endenergie pro Quadratmeter und Jahr, sodass solche Gebäude grundsätzlich vergleichsweise geringe Energiemengen benötigen.
Mit 75 bis unter 100 beziehungsweise 100 bis unter 130 Kilowattstunden liegen diese Klassen energetisch zwar unter A oder B, ohne bereits zu den besonders ineffizienten Gebäuden zu gehören.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale liegt der Durchschnitt der Wohngebäude in Deutschland derzeit ungefähr bei Klasse E, Mehrparteienhäuser ebenfalls durchschnittlich in dieser Größenordnung.
Mit zunehmendem Endenergiekennwert steigen grundsätzlich Energiebedarf beziehungsweise -verbrauch und damit häufig auch die wirtschaftliche Bedeutung von Heizkosten und möglichen energetischen Verbesserungen.
Eine Immowelt-Auswertung von 2025 angebotenen Wohnungen ermittelte für Wohnungen der Klasse A+ bundesweit im Durchschnitt rund 20 Prozent höhere Angebotspreise als für vergleichbare Wohnungen der Referenzklasse D, während schlechtere Klassen Abschläge aufwiesen.
Für einen Kapitalanleger kann eine energetisch etwas schwächere Wohnung wirtschaftlich attraktiver sein, wenn Kaufpreis, Miete und erwartbarer Sanierungsbedarf deutlich günstiger zusammenpassen.
Der Energieausweis bewertet das gesamte Wohngebäude und nicht die einzelne Wohnung; außerdem können Bedarfs- und Verbrauchsausweise beim selben Gebäude unterschiedliche Kennwerte ergeben.
Weiterführende seriöse Quellen:Verbraucherzentrale – Energieausweis und Energieeffizienzklassen A+ bis HImmowelt – Analyse zum Einfluss der Energieeffizienz auf Immobilienpreise 2026
Energetisch ist das natürlich hervorragend, aber als Kapitalanleger müssen wir gleichzeitig fragen, wie viel Aufpreis dafür beim Kauf bezahlt wird.
Ein vernünftiger energetischer Standard kombiniert mit einem attraktiven Kaufpreis kann wirtschaftlich besser sein als eine energetisch perfekte Immobilie, deren Kaufpreis bereits sehr hoch ist.
Wenn Lage, Gebäudezustand, Miete, Kaufpreis und WEG insgesamt stimmen, würden wir eine Immobilie nicht wegen eines einzelnen Buchstabens aussortieren.
Dann möchten wir genauer verstehen, warum der Verbrauch so hoch ist und welche Maßnahmen an Heizung, Fenstern, Fassade oder Dach in den kommenden Jahren realistisch werden könnten.
Ein schlechterer Energiestandard kann durchaus kaufbar sein, wenn wir dafür einen entsprechend attraktiveren Preis erhalten und mögliche Sanierungen bereits in unserer Rechnung berücksichtigen.
Für eine Kapitalanlage suchen wir letztlich die Kombination aus Kaufpreis, Miete, Energieeffizienz, zukünftigen Investitionen und langfristiger Vermietbarkeit, die wirtschaftlich am überzeugendsten ist.
Eine FAQ-Antwort liefert Wissen – im persönlichen Gespräch können wir gemeinsam klären, was davon für Ihr Vorhaben wichtig ist.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Lebenserfahrung:
Worte sind Worte,
Taten sind Taten
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