Kurzantwort
Eine schlechte Energieeffizienz sollte den Kaufpreis umso stärker beeinflussen, je höher zukünftige Sanierungskosten, Heizkosten und wirtschaftliche Risiken voraussichtlich ausfallen. Einen pauschalen Abschlag von beispielsweise 5, 10 oder 20 Prozent gibt es jedoch nicht – entscheidend sind die konkret zu erwartenden Maßnahmen und der Preis vergleichbarer Immobilien. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.
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Eine Immowelt-Auswertung der 2025 angebotenen Eigentumswohnungen ermittelte gegenüber Klasse D durchschnittliche Preisabschläge von etwa 1 Prozent bei E, 2 Prozent bei F, 6 Prozent bei G und 9 Prozent bei H.
Diese Durchschnittswerte zeigen einen Markteffekt, ersetzen aber keine Bewertung des einzelnen Gebäudes, weil Lage, Kaufpreisniveau, Zustand und tatsächlich notwendige Sanierungen entscheidend bleiben.
Sind beispielsweise Fenster, Fassade, Dach oder Heizungsanlage absehbar zu modernisieren, sollte der voraussichtliche Anteil der eigenen Wohnung an diesen Investitionen in die Kaufpreisbewertung einfließen.
Eine mögliche Sanierung in zwei Jahren belastet die Kalkulation stärker als eine Investition, die voraussichtlich erst in 15 oder 20 Jahren notwendig wird.
Ein hoher Energiebedarf kann die Warmmiete des Mieters erhöhen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber energetisch besseren Wohnungen beeinträchtigen.
Bedarfs- und Verbrauchsausweise können selbst beim gleichen Gebäude unterschiedliche Kennwerte ergeben, weshalb die Energieklasse allein keine exakte Aussage über zukünftige Heizkosten oder Sanierungskosten ermöglicht.
Sind notwendige energetische Maßnahmen bereits weitgehend durch eine ausreichende Erhaltungsrücklage finanziert, ist das wirtschaftliche Risiko für den Käufer geringer als bei einer finanzschwachen WEG mit drohenden Sonderumlagen.
Entscheidend ist deshalb nicht, eine schlechte Energieklasse pauschal abzuwerten, sondern Kaufpreis plus realistisch erwartbare zukünftige Investitionen mit energetisch besseren Alternativen zu vergleichen.
Weiterführende seriöse Quellen:Verbraucherzentrale – Energieausweis und energetische Bewertung von WohngebäudenImmowelt – Analyse 2026 zum Einfluss der Energieeffizienz auf Immobilienpreise
Wir würden eine ansonsten interessante Wohnung der Klasse G oder H nicht automatisch aussortieren, aber wir möchten das zusätzliche Risiko auch nicht zum gleichen Preis wie bei einem energetisch deutlich besseren Objekt übernehmen.
Ein Gebäude der Klasse H mit bereits beschlossener und finanzierter Sanierung kann wirtschaftlich attraktiver sein als ein Gebäude der Klasse F mit großem ungeklärtem Sanierungsstau.
Wenn beispielsweise absehbar ist, dass auf die Wohnung in den kommenden Jahren 20.000 oder 30.000 Euro an größeren Gebäudemaßnahmen entfallen könnten, gehört diese Größenordnung für uns unmittelbar in die Kaufpreisbetrachtung.
Hohe Heizkosten können bei gleicher Kaltmiete dazu führen, dass die Wohnung für einen Mieter insgesamt teurer wird als vergleichbare Angebote.
Gerade bei Bestandsimmobilien kann eine energetisch schwächere Wohnung wirtschaftlich ausgesprochen interessant sein, wenn der Preis die Nachteile bereits angemessen widerspiegelt.
Die wichtigere Frage lautet: Was kostet uns diese Energieklasse heute beim Kauf und wahrscheinlich noch einmal in den kommenden Jahren?
Eine FAQ-Antwort liefert Wissen – im persönlichen Gespräch können wir gemeinsam klären, was davon für Ihr Vorhaben wichtig ist.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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