Kurzantwort
Ein stabiler und möglichst breit aufgestellter Arbeitsmarkt ist für eine Kapitalanlageimmobilie sehr wichtig, weil Arbeitsplätze Einkommen, Zuzug und damit die Nachfrage nach Wohnraum unterstützen. Entscheidend ist allerdings nicht nur die heutige Arbeitslosenquote, sondern vor allem, wie sich Beschäftigung, Arbeitgeberstruktur und wirtschaftliche Perspektiven einer Region langfristig entwickeln. Eine FAQ-Antwort kann eine wichtige Frage klären – sprechen Sie uns gerne an, damit auch Ihre persönliche Situation in die Entscheidung einfließt.
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Eine positive Beschäftigungsentwicklung unterstützt grundsätzlich die Attraktivität eines Standorts, weil Menschen häufig dorthin ziehen oder dort bleiben, wo sie gute berufliche Perspektiven finden; das BBSR beschreibt umgekehrt einen möglichen Kreislauf aus wirtschaftlicher Schwäche, Arbeitsplatzverlusten, Abwanderung und Bevölkerungsrückgang.
Eine niedrige Arbeitslosenquote ist positiv, aussagekräftiger wird die Standortanalyse aber durch die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, der Beschäftigungsquote, der Einkommen und der offenen Stellen über mehrere Jahre.
Eine Region mit aktuell durchschnittlichen Arbeitsmarktdaten, aber stetig zunehmender Beschäftigung kann langfristig interessanter sein als ein Standort, dessen gute heutige Zahlen sich bereits deutlich verschlechtern.
Viele Arbeitgeber aus unterschiedlichen Branchen reduzieren das Risiko, dass die Schließung oder Verlagerung eines einzelnen Unternehmens den gesamten regionalen Arbeitsmarkt erheblich belastet.
Für die Immobilienanalyse sollte häufig die gesamte funktionale Arbeitsmarktregion betrachtet werden, denn Menschen wohnen nicht zwingend dort, wo sie arbeiten; das BBSR bildet Arbeitsmarktregionen deshalb ausdrücklich anhand von Pendlerverflechtungen zwischen Wohn- und Arbeitsorten.
Eine kleinere Stadt oder Umlandgemeinde kann als Wohnstandort attraktiv sein, wenn große Arbeitsplatzzentren schnell erreichbar sind und viele Beschäftigte täglich dorthin pendeln.
Der Arbeitsmarktmonitor der Bundesagentur für Arbeit ermöglicht den regionalen Vergleich unter anderem von Beschäftigungsentwicklung, Arbeitslosenquote, Beschäftigungsquote, Medianentgelt sowie Ein- und Auspendlerquoten.
Amtliche Regionaldaten zu Erwerbstätigen stehen bis auf Ebene von Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung und ermöglichen dadurch eine längerfristige Beobachtung der Arbeitsplatzentwicklung.
Für die Kaufentscheidung sollte der Arbeitsmarkt deshalb gemeinsam mit Bevölkerungsentwicklung, Wohnungsangebot, Infrastruktur, Mieterzielgruppe und der konkreten Mikro- und Makrolage beurteilt werden.
Weiterführende seriöse Quellen:BBSR – Wachsende und schrumpfende ArbeitsmarktregionenBundesagentur für Arbeit – ArbeitsmarktmonitorStatistikportal – Regionale Erwerbstätigenzahlen
Menschen brauchen nicht nur eine Wohnung, sondern in aller Regel auch Einkommen. Wenn in einer Region über viele Jahre neue Arbeitsplätze entstehen und Unternehmen investieren, schafft das aus unserer Sicht eine wesentlich stabilere Grundlage für Wohnungsnachfrage als ein Standort, der wirtschaftlich immer weiter an Bedeutung verliert.
Eine einzelne Prozentzahl kann ein sehr verkürztes Bild liefern. Uns interessiert viel mehr: Steigt oder sinkt die Zahl der Beschäftigten? Kommen neue Arbeitgeber hinzu? Welche Branchen wachsen? Und wie haben sich Einkommen und Pendlerströme entwickelt?
Eine Kapitalanlage muss nicht mitten im größten Arbeitsplatzzentrum liegen. Wenn eine kleinere Stadt beispielsweise über eine schnelle Bahn- oder Autobahnanbindung an einen starken Arbeitsmarkt verfügt und gleichzeitig günstigeren oder attraktiven Wohnraum bietet, kann sie von dieser wirtschaftlichen Stärke erheblich profitieren.
Besonders wohl fühlen wir uns grundsätzlich an Standorten mit mehreren starken Branchen und Arbeitgebern. Wenn dagegen ein erheblicher Teil der regionalen Wirtschaft von einem einzigen Werk oder Unternehmen abhängt, möchten wir dieses zusätzliche Standortrisiko ausdrücklich berücksichtigen.
Natürlich können wir nicht vorhersagen, welche Unternehmen in 15 oder 20 Jahren noch an einem Standort tätig sein werden. Gerade deshalb betrachten wir lieber die strukturelle Stärke einer ganzen Wirtschaftsregion als die aktuelle Erfolgsgeschichte eines einzelnen Unternehmens.
Eine Kapitalanlageimmobilie wird häufig über Jahrzehnte gehalten. Ein Standort mit einem stabilen, vielfältigen Arbeitsmarkt bietet aus unserer Sicht deshalb bessere Voraussetzungen, auch wirtschaftliche Schwächephasen zu überstehen und langfristig ausreichend potenzielle Mieter anzuziehen.
Eine FAQ-Antwort behandelt das Allgemeine – sprechen Sie uns gerne an, wenn es um die Besonderheiten Ihres Vorhabens geht.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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