Kurzantwort
Die Bevölkerungsentwicklung ist ein wichtiger Indikator für die langfristige Wohnungsnachfrage: Wachsende oder stabile Einwohnerzahlen sprechen tendenziell für bessere Vermietungschancen als ein dauerhaft starker Bevölkerungsrückgang. Sie sollte jedoch niemals isoliert betrachtet werden, weil auch Haushaltsentwicklung, Zuzug, Arbeitsmarkt, Neubauangebot und die konkrete Lage innerhalb der Stadt entscheidend sind. Eine FAQ-Antwort ist ein guter Ausgangspunkt, doch im persönlichen Gespräch lässt sich Ihre Situation genauer einordnen.
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Wächst die Bevölkerung einer Stadt über längere Zeit, erhöht dies tendenziell die Nachfrage nach Wohnraum und kann damit Vermietbarkeit und Mietentwicklung einer Kapitalanlage unterstützen.
Sinkt die Einwohnerzahl dagegen über viele Jahre deutlich, können insbesondere bei gleichzeitig umfangreichem Wohnungsangebot Leerstand, längere Vermarktungszeiten und stärkere Konkurrenz zwischen Vermietern entstehen.
Entscheidend ist deshalb weniger eine kurzfristige Veränderung als die Entwicklung über mehrere Jahre sowie die Frage, ob Zu- oder Abwanderung strukturell begründet ist.
Neben den bisherigen Einwohnerzahlen sollten auch kommunale, regionale und bundesweite Bevölkerungsvorausberechnungen berücksichtigt werden, denn das Statistische Bundesamt erwartet regional sehr unterschiedliche Entwicklungen.
Für die Wohnungsnachfrage spielt zusätzlich die Zahl und Struktur der Haushalte eine wichtige Rolle, weil beispielsweise eine kleinere durchschnittliche Haushaltsgröße dazu führen kann, dass trotz kaum wachsender Bevölkerung weiterhin zusätzliche Wohnungen benötigt werden; das BBSR stellt deshalb eigene regionale Haushaltsprognosen bereit.
Bevölkerungsentwicklung sollte immer zusammen mit Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Wanderungsbewegungen betrachtet werden, da wirtschaftliche Schwäche nach Analysen des BBSR Arbeitsplatzverluste, Abwanderung und schließlich Bevölkerungsrückgang gegenseitig verstärken können.
Auch in einer insgesamt wachsenden Stadt können einzelne Stadtteile an Attraktivität verlieren, während in einer stagnierenden oder leicht schrumpfenden Stadt bestimmte Viertel weiterhin eine sehr stabile Wohnungsnachfrage besitzen.
Alter, Studierendenanteil, Familienstruktur und Zuzug bestimmter Bevölkerungsgruppen beeinflussen, welche Wohnungsgrößen und Wohnungstypen langfristig nachgefragt werden.
Mit dem BBSR-Atlas INKAR lassen sich unter anderem Bevölkerungsentwicklung, Demografie, Arbeitsmarkt, Mietpreise und weitere Standortindikatoren regional miteinander vergleichen.
Eine gute Makrolage ergibt sich deshalb nicht allein aus Wachstum, sondern aus dem Zusammenspiel von Bevölkerung, Haushalten, Wirtschaft, Infrastruktur, Wohnungsangebot und langfristiger Attraktivität des Standorts.
Weiterführende seriöse Quellen:Statistisches Bundesamt – BevölkerungsvorausberechnungenBBSR – INKAR: Regionale Daten und IndikatorenBBSR – Wachsende und schrumpfende Arbeitsmarktregionen
Wenn eine Stadt seit Jahren Einwohner gewinnt und auch langfristig eine stabile Entwicklung erwarten lässt, ist das für uns grundsätzlich ein positiver Ausgangspunkt. Wir würden aber niemals sagen: „Die Bevölkerung wächst, also ist jede Wohnung dort eine gute Kapitalanlage.“
Wir möchten verstehen, warum Menschen in eine Region ziehen. Entstehen dort neue Arbeitsplätze, wächst eine Universität, verbessert sich die Infrastruktur oder entwickelt sich die Stadt wirtschaftlich positiv, finden wir das wesentlich überzeugender als einen kurzfristigen statistischen Ausschlag.
Eine leicht schrumpfende Groß- oder Mittelstadt kann durchaus attraktive Stadtteile mit hoher Nachfrage und sehr geringem Leerstand besitzen. Umgekehrt können in einer wachsenden Stadt Randlagen oder problematische Quartiere deutlich schwächer funktionieren.
Zuerst interessiert uns die Entwicklung der Region und der Stadt, anschließend der konkrete Stadtteil und schließlich die unmittelbare Mikrolage der Wohnung. Je weiter wir herunterzoomen, desto konkreter wird die tatsächliche Vermietbarkeit.
Eine Universitätsstadt kann beispielsweise für kleine Wohnungen interessant sein, während ein wachsender familienorientierter Standort möglicherweise stärker nach Zwei-, Drei- oder Vierzimmerwohnungen verlangt. Die reine Einwohnerzahl sagt darüber noch wenig aus.
Eine Immobilie wird häufig über Jahrzehnte gehalten. Wenn wir zwischen zwei wirtschaftlich vergleichbaren Objekten wählen können, bevorzugen wir deshalb grundsätzlich den Standort, bei dem Demografie, Arbeitsmarkt und Wohnungsnachfrage langfristig eher Rückenwind als Gegenwind erwarten lassen.
Eine FAQ-Antwort bietet Orientierung – welche Lösung zu Ihnen passt, lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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