Kurzantwort
Für den langfristigen Vermögensaufbau passt eine sorgfältig ausgewählte Kapitalanlageimmobilie für viele unserer Kunden deutlich besser als Gold. Sie kann Mieteinnahmen erwirtschaften, mit Fremdkapital finanziert und konkret in eine langfristige Vermögens- und Altersvorsorgeplanung eingebunden werden. Wenn Sie beide Anlageformen anhand Ihrer persönlichen Lebens- und Finanzplanung vergleichen möchten, sprechen Sie uns gerne an.
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Ob Gold oder Immobilien besser geeignet sind, hängt vor allem vom Anlageziel und der persönlichen Situation ab.
Gold wird häufig zur Vermögensstreuung, als langfristiger Wertspeicher oder als vermeintlicher Sicherheitsbaustein gekauft. Eine vermietete Immobilie dient dagegen eher dem langfristigen Vermögensaufbau und der Erzielung laufender Einnahmen.
Deshalb sollten beide Anlageformen nicht allein anhand ihrer vergangenen Wertentwicklung miteinander verglichen werden.
Gold ist international handelbar und in unterschiedlichen Größen erhältlich. Kleinere Mengen können vergleichsweise schnell verkauft werden.
Physisches Gold besitzt außerdem kein klassisches Emittentenrisiko. Sein Wert hängt nicht unmittelbar davon ab, ob eine Bank, ein Unternehmen oder ein Staat seine Zahlungsverpflichtungen erfüllt.
Weitere mögliche Vorteile sind:
weltweite Handelbarkeit
vergleichsweise einfache Preisermittlung
keine Mieter und keine Hausverwaltung
keine Reparaturen oder Sanierungen
keine laufenden Darlehensraten
geringer Verwaltungsaufwand
Aufteilung in unterschiedliche Stückelungen
mögliche Ergänzung zur Vermögensstreuung
Bestimmtes Anlagegold ist nach § 25c Umsatzsteuergesetz von der Umsatzsteuer befreit.
Gold erwirtschaftet keine laufenden Einnahmen. Es gibt weder Mieten noch Zinsen oder Dividenden.
Eine Rendite entsteht nur, wenn der Goldpreis steigt und das Gold später zu einem höheren Preis verkauft werden kann. Während der Haltedauer erzeugt das angelegte Kapital keinen laufenden Ertrag.
Weitere Nachteile sind:
erhebliche Preisschwankungen
Differenz zwischen An- und Verkaufspreis
Kosten für Lagerung oder Bankschließfach
möglicher Versicherungsbedarf
Diebstahl- und Verlustrisiko
keine laufenden Erträge
keine planmäßige Tilgung
vollständige Abhängigkeit vom zukünftigen Goldpreis
Auch Gold kann über längere Zeiträume an Wert verlieren oder nach Berücksichtigung der Inflation kaum einen realen Ertrag erwirtschaften.
Beim Vergleich muss unterschieden werden, ob tatsächlich physisches Gold oder ein börsengehandeltes Goldprodukt gekauft wird.
Bei einem Goldbarren oder einer Goldmünze besitzt der Anleger das Edelmetall unmittelbar. Bei Zertifikaten, Fonds oder börsengehandelten Schuldverschreibungen können zusätzliche Risiken entstehen.
Dazu gehören beispielsweise:
Emittentenrisiko
Produktkosten
Währungsrisiken
abweichende steuerliche Behandlung
fehlender oder eingeschränkter Auslieferungsanspruch
Die Bezeichnung „Goldanlage“ sagt deshalb noch nicht, welches Eigentum und welche Rechte der Anleger tatsächlich erhält.
Eine vermietete Immobilie kann zwei Ertragsquellen miteinander verbinden:
laufende Mieteinnahmen
mögliche langfristige Wertentwicklung
Hinzu kommt die Möglichkeit, einen erheblichen Teil des Kaufpreises über ein Immobiliendarlehen zu finanzieren. Dadurch kann der Anleger mit einem begrenzten Eigenkapitaleinsatz einen wesentlich höheren Sachwert erwerben.
Weitere mögliche Vorteile sind:
regelmäßige Mieteinnahmen
Beteiligung des Mieters an den Finanzierungskosten
langfristiger Aufbau von Immobilieneigentum
planmäßige Tilgung des Darlehens
steuerliche Berücksichtigung bestimmter Kosten
mögliche Wertsteigerung
realer Nutzwert der Immobilie
mögliche spätere schuldenfreie Mieteinnahmen
Übertragung auf Kinder oder andere Erben
Eine gute Kapitalanlageimmobilie kann über viele Jahre einen zunehmenden Teil ihrer Kosten selbst tragen.
Der größte Unterschied zu Gold liegt häufig in der Finanzierung.
Wer 100.000 Euro in Gold investiert, besitzt anschließend grundsätzlich Gold im Wert von 100.000 Euro.
Mit 100.000 Euro Eigenkapital kann ein Anleger – abhängig von Einkommen, Bonität, Kaufnebenkosten und Bank – möglicherweise eine Immobilie im Wert von 300.000 oder 400.000 Euro erwerben.
Der Anleger ist damit von Anfang an an der Wertentwicklung des gesamten Immobilienwertes beteiligt. Gleichzeitig wirkt der Fremdfinanzierungshebel auch in die Gegenrichtung.
Steigt eine Immobilie im Wert, kann die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital erheblich sein. Fällt ihr Wert oder entstehen hohe zusätzliche Kosten, werden auch die Verluste auf das Eigenkapital verstärkt.
Der Fremdfinanzierungshebel ist deshalb kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob Kaufpreis, Mieteinnahmen, Zinshöhe, Tilgung und Liquiditätsreserve zusammenpassen.
Gold muss grundsätzlich vollständig vom Anleger bezahlt werden. Es trägt nicht selbst zu seiner Finanzierung bei.
Bei einer vermieteten Immobilie beteiligt sich der Mieter durch seine monatlichen Zahlungen zumindest mittelbar an:
Darlehenszinsen
Tilgung
laufenden Betriebskosten
Verwaltungskosten
Erhaltung des Objekts
Die Mieteinnahmen decken nicht bei jeder Immobilie sämtliche Ausgaben. Trotzdem entsteht ein laufender Zahlungsstrom, den Gold nicht bietet.
Gerade über 20, 30 oder 40 Jahre kann dieser Unterschied erheblich sein. Am Ende kann eine weitgehend oder vollständig entschuldete Immobilie verbleiben, die weiterhin Mieteinnahmen erwirtschaftet.
Eine Immobilie verursacht deutlich mehr Arbeit, Kosten und Verpflichtungen als Gold.
Zu den wichtigsten Risiken gehören:
hohe Kaufnebenkosten
langfristige Kreditverpflichtungen
Leerstand
Mietausfälle
Reparaturen
Sonderumlagen
nicht umlagefähige Kosten
steigende Finanzierungskosten
rechtliche Einschränkungen bei Mieterhöhungen
schlechte Hausverwaltung
Konflikte innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft
Wertverlust durch eine ungünstige Lage
lange Verkaufsdauer
Eine Immobilie kann nicht innerhalb weniger Minuten vollständig verkauft werden. Von der Verkaufsentscheidung bis zum tatsächlichen Eingang des Kaufpreises können mehrere Monate vergehen.
Beim Erwerb einer Immobilie entstehen Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie möglicherweise eine Maklerprovision.
Je nach Bundesland, Kaufpreis und Maklerkosten können die gesamten Kaufnebenkosten häufig zwischen ungefähr 8 und 15 Prozent des Kaufpreises liegen.
Eine Immobilie muss deshalb zunächst erheblich im Wert steigen, bevor allein diese anfänglichen Kosten wirtschaftlich ausgeglichen sind.
Gold besitzt ebenfalls An- und Verkaufskosten. Diese fallen normalerweise deutlich geringer aus als die Kaufnebenkosten einer Immobilie.
Für kurze Anlagezeiträume ist Gold deshalb grundsätzlich flexibler. Das bedeutet jedoch nicht, dass innerhalb weniger Jahre sicher ein Gewinn entsteht.
Bei privat gehaltenem physischem Gold gilt grundsätzlich die einjährige Frist für private Veräußerungsgeschäfte. Wird es nach Ablauf dieser Frist verkauft, fällt der Veräußerungsgewinn regelmäßig nicht mehr unter § 23 Einkommensteuergesetz.
Für andere Goldprodukte können abweichende steuerliche Regeln gelten.
Bei einer privat gehaltenen vermieteten Immobilie beträgt die entsprechende Frist grundsätzlich zehn Jahre. Ein Verkauf nach Ablauf dieses Zeitraums fällt regelmäßig nicht mehr unter das private Veräußerungsgeschäft nach § 23 Einkommensteuergesetz.
Während der Vermietung müssen die Mieteinnahmen versteuert werden. Dafür können unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise folgende Positionen steuerlich berücksichtigt werden:
Darlehenszinsen
Gebäudeabschreibung
Verwaltungskosten
Erhaltungsaufwendungen
nicht umlagefähige Kosten
bestimmte Fahrt- und Beratungskosten
Die Tilgung des Immobiliendarlehens ist dagegen grundsätzlich nicht steuerlich absetzbar.
Sowohl Gold als auch Immobilien werden häufig als Sachwerte bezeichnet. Beide können langfristig einen gewissen Schutz vor Geldentwertung bieten.
Eine Garantie besteht bei keiner der beiden Anlageformen.
Der Goldpreis kann erheblich schwanken. Immobilienwerte hängen unter anderem von Lage, Bevölkerungsentwicklung, Gebäudezustand, Nachfrage, Zinsen und gesetzlichen Rahmenbedingungen ab.
Bei Gold bestimmt der internationale Markt den Preis. Bei einer einzelnen Immobilie entscheidet dagegen ein regionaler Teilmarkt.
Eine Immobilie kann deshalb hervorragend funktionieren, während wenige Straßen weiter bereits eine deutlich schwächere Nachfrage besteht.
Gold ist grundsätzlich liquider. Einzelne Münzen oder Barren können getrennt voneinander verkauft werden.
Bei einer Immobilie ist ein Teilverkauf normalerweise nicht möglich. Wer kurzfristig 20.000 Euro benötigt, kann nicht einfach ein Zimmer seiner Eigentumswohnung verkaufen.
Dafür kann eine Immobilie unter bestimmten Voraussetzungen beliehen werden. Eine bestehende oder teilweise entschuldete Immobilie kann somit als Sicherheit für weiteres Kapital dienen.
Ob eine Bank eine zusätzliche Finanzierung gewährt, hängt jedoch erneut von Bonität, Immobilienwert und Beleihungsauslauf ab.
Gold kann besser geeignet sein, wenn ein Anleger:
keine laufende Verwaltung übernehmen möchte
vergleichsweise schnell verkaufen können möchte
keine Kreditverpflichtung eingehen will
bereits ein großes Immobilienvermögen besitzt
sein Vermögen breiter streuen möchte
einen zusätzlichen physischen Vermögenswert sucht
nur einen kleineren Betrag investieren möchte
Gold eignet sich damit eher als Ergänzung zu anderen Vermögenswerten als als alleinige Vermögens- und Altersvorsorgestrategie.
Eine Kapitalanlageimmobilie kann besser geeignet sein, wenn ein Anleger:
langfristig Vermögen aufbauen möchte
ein stabiles und ausreichend hohes Einkommen besitzt
eine Finanzierung nutzen kann
laufende Mieteinnahmen erzielen möchte
eine Haltedauer von 20 Jahren oder mehr akzeptiert
über ausreichende Liquiditätsreserven verfügt
Verwaltungs- und Instandhaltungsaufwand tragen kann
die Immobilie in seine Altersvorsorge einbinden möchte
Die Immobilie verlangt mehr Vorbereitung und laufende Aufmerksamkeit. Dafür bietet sie wesentlich mehr Möglichkeiten zur langfristigen Gestaltung.
Einige unserer Berater bieten neben der Immobilienberatung auch eine ganzheitliche Vermögens- und Altersvorsorgeplanung an.
Aus diesen Gesprächen ergibt sich für unsere Kunden sehr eindeutig, dass eine Kapitalanlageimmobilie meistens erheblich besser zu ihrer Lebenssituation und langfristigen Planung passt als Gold.
Dafür muss man den Menschen allerdings erst einmal in Ruhe zuhören. Es reicht nicht, lediglich historische Renditen, Renditeerwartungswerte und theoretische Risiken miteinander zu vergleichen.
In einer ganzheitlichen Beratung betrachten wir unter anderem:
die private und familiäre Situation
die gegenwärtige finanzielle Lage
die gesundheitliche Situation
die berufliche Zukunft
das bereits vorhandene Vermögen
die gewünschte Altersvorsorge
den verbleibenden Anlagezeitraum
die monatlich verfügbare Liquidität
das persönliche Sicherheitsbedürfnis
die langfristigen Wünsche und Lebensziele
Wenn bisher diese Punkte ausführlich besprochen und durchgerechnet wurden, war das Thema Goldkauf bei den Kunden schnell vom Tisch.
Viele Menschen verbinden Gold fälschlicherweise mit einer besonders ruhigen und sicheren Geldanlage.
Wer sich jedoch die Entwicklung des Goldpreises über die vergangenen 10, 20 oder 50 Jahre ansieht, erkennt erhebliche Wertschwankungen. Historische Goldpreisdaten stellt beispielsweise die Deutsche Bundesbank auf ihrer Übersichtsseite zu Goldpreisen zur Verfügung.
Solche Schwankungen haben aus unserer Sicht mit einer ruhigen, seriösen und konservativen Geldanlage nur wenig zu tun.
Betrachtet man allein das Schwankungsrisiko, müsste Gold nach unserer praktischen Risikoeinschätzung eher einer Hochrisikoproduktklasse zugeordnet werden.
Dieses Bild hat sich in der Bevölkerung bisher leider nicht vollständig durchgesetzt. Gold wird weiterhin häufig als nahezu unerschütterlicher Sicherheitsbaustein wahrgenommen, obwohl sein Marktpreis erheblich steigen und fallen kann.
Dazu gibt es einen einfachen und sehr treffenden Satz:
Unabhängig davon, ob die Wirtschaft gerade wächst oder schrumpft, ob die Börsen steigen oder fallen und wie sich der Goldpreis entwickelt, benötigen Menschen Wohnraum.
Eine FAQ-Antwort kann die grundsätzlichen Unterschiede zwischen Gold und Immobilien erklären – die passende Entscheidung entsteht jedoch erst aus der Betrachtung der persönlichen Lebenssituation, des verfügbaren Zeitraums, der monatlichen Liquidität und der langfristigen Vermögens- und Altersvorsorgeplanung.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Lebenserfahrung:
Worte sind Worte,
Taten sind Taten
und Zahlen sind Zahlen.
Daher unsere Empfehlung:
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