Kurzantwort
Der Primärenergiekennwert ist vor allem ein ökologischer und energiewirtschaftlicher Kennwert, weil er neben der im Gebäude verbrauchten Energie auch vorgelagerte Prozesse wie Gewinnung, Umwandlung und Transport berücksichtigt. Für die unmittelbare Einschätzung von Heizkosten und Vermietbarkeit ist für Kapitalanleger der Endenergiekennwert meist praxisnäher, weshalb der Primärenergiekennwert eher ergänzend betrachtet werden sollte. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.
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Der Primärenergiekennwert berücksichtigt neben der im Gebäude benötigten Energie auch den Energieaufwand für Gewinnung, Verarbeitung und Transport des jeweiligen Energieträgers.
Ein niedriger Primärenergiekennwert spricht grundsätzlich für eine aus energetischer und klimapolitischer Sicht günstigere Energieversorgung.
Der Endenergiekennwert beschreibt dagegen die Energiemenge, die unmittelbar am Gebäude für Heizung, Warmwasser und gegebenenfalls weitere technische Funktionen benötigt wird.
Die gesetzliche Energieeffizienzklasse von A+ bis H wird bei Wohngebäuden unmittelbar aus Endenergiebedarf beziehungsweise Endenergieverbrauch und nicht aus dem Primärenergiekennwert abgeleitet.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass beispielsweise ein Gebäude trotz günstigem Primärenergiekennwert bei schlechter Wärmedämmung weiterhin einen hohen Energiebedarf und entsprechend hohe Kosten haben kann.
Unterschiedliche Energieträger werden bei der Primärenergiebewertung unterschiedlich berücksichtigt, weshalb zwei Gebäude mit ähnlichem Wärmebedarf verschiedene Primärenergiekennwerte besitzen können.
Er kann zusätzliche Hinweise darauf geben, wie die gesamte Energieversorgung eines Gebäudes energetisch einzuordnen ist und welche Bedeutung ein späterer Wechsel des Heizsystems haben könnte.
Für die Kaufentscheidung sind Primärenergie, Endenergie, Energieeffizienzklasse, reale Heizkosten, Heizungsart und möglicher Sanierungsbedarf zusammen wesentlich aussagekräftiger als ein einzelner Wert.
Weiterführende seriöse Quellen:Verbraucherzentrale – Primärenergie- und Endenergiekennwert im EnergieausweisGesetze im Internet – § 85 GModG: Angaben im EnergieausweisGesetze im Internet – § 86 GModG: Energieeffizienzklasse eines Wohngebäudes
Wenn wir eine Kapitalanlage prüfen, interessieren uns zunächst tatsächliche Heizkosten, Endenergiekennwert, Heizungsart und möglicher zukünftiger Investitionsbedarf.
Er ergänzt das Bild und zeigt uns insbesondere, wie die Energieversorgung des Gebäudes unter Einbeziehung der gesamten Energiekette bewertet wird.
Ein hervorragender Primärenergiekennwert macht eine schlecht gedämmte Gebäudehülle oder hohe reale Heizkosten nicht automatisch unproblematisch.
Lage, Kaufpreis, Gebäudesubstanz, Miete und konkrete Zukunftskosten bleiben für eine Kapitalanlage deutlich wichtiger.
Deshalb interessieren uns Endenergie und tatsächliche Heizkosten meist unmittelbarer als ein abstrakter Primärenergiewert.
Für uns ergibt sich erst aus Energiekennwerten, tatsächlichen Kosten und technischem Zustand des Gebäudes eine belastbare energetische Einschätzung.
Eine FAQ-Antwort liefert Wissen – im persönlichen Gespräch können wir gemeinsam klären, was davon für Ihr Vorhaben wichtig ist.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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