Kurzantwort
Bedarfs- und Verbrauchsausweis können beim selben Gebäude unterschiedliche Werte und sogar unterschiedliche Energieeffizienzklassen ergeben, weil der Bedarfsausweis einen rechnerischen Energiebedarf ermittelt, während der Verbrauchsausweis auf tatsächlich gemessenen Verbrauchsdaten basiert. Besonders sparsames oder großzügiges Heizverhalten der bisherigen Bewohner kann deshalb den Verbrauchsausweis deutlich beeinflussen, ohne dass sich die energetische Qualität des Gebäudes verändert hat. Eine FAQ-Antwort kann eine wichtige Frage klären – sprechen Sie uns gerne an, damit auch Ihre persönliche Situation in die Entscheidung einfließt.
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Beim Bedarfsausweis wird die energetische Qualität anhand der Gebäude- und Heizungseigenschaften rechnerisch bestimmt, während beim Verbrauchsausweis die gemessenen Energieverbräuche zugrunde gelegt werden.
Wird eine Wohnung beispielsweise nur wenig beheizt, kann der Verbrauchsausweis einen vergleichsweise günstigen Wert zeigen, obwohl das Gebäude baulich nicht besonders energieeffizient ist.
Hohe Raumtemperaturen, intensives Lüften oder ein hoher Warmwasserverbrauch können den gemessenen Energieverbrauch erhöhen, ohne dass sich Fenster, Fassade oder Heizungsanlage verändert haben.
Beim Verbrauchsausweis wird der Heizenergieverbrauch zwar witterungsbereinigt, wodurch unterschiedliche Wetterbedingungen zwischen den betrachteten Jahren teilweise ausgeglichen werden.
Dadurch wird das individuelle Nutzerverhalten stärker ausgeblendet und die energetische Beschaffenheit des Gebäudes vergleichbarer dargestellt.
Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass beide Ausweisarten beim gleichen Gebäude voneinander abweichen können und Verbrauchskennwerte häufig günstiger ausfallen.
Da die Energieeffizienzklasse anhand des jeweiligen Endenergiekennwerts von A+ bis H zugeordnet wird, kann ein ausreichend großer Unterschied zwischen Bedarf und Verbrauch das Gebäude in unterschiedliche Klassen einordnen.
Energieausweis, tatsächliche Heizkosten, Heizungsanlage und Zustand von Fenstern, Dach und Fassade sollten gemeinsam betrachtet werden, bevor aus einer Energieeffizienzklasse eine Kaufentscheidung abgeleitet wird.
Weiterführende seriöse Quellen:Verbraucherzentrale – Energieausweis, Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis. Energieausweis richtig verstehenBundesministerium der Justiz – Energiebedarfsausweis. § 81 GModGBundesministerium der Justiz – Energieverbrauchsausweis. § 82 GModG
Wenn für dasselbe Gebäude beispielsweise ein älterer Bedarfsausweis Klasse E und ein späterer Verbrauchsausweis Klasse D zeigt, bedeutet das nicht automatisch, dass einer der beiden Ausweise falsch sein muss.
Ein sehr guter Verbrauchswert kann schlicht mit sparsamen Bewohnern zusammenhängen und sollte deshalb nicht ungeprüft als technische Qualität des Gebäudes interpretiert werden.
Sehr großzügiges Heizverhalten kann ein Gebäude schlechter erscheinen lassen, als es energetisch tatsächlich ist.
Reale Heizkosten mehrerer Jahre, Alter der Heizung und Zustand von Fenstern, Dach und Fassade helfen uns, die Ursache einer Abweichung besser einzuordnen.
Je stärker Bedarfsausweis, Verbrauchsausweis und tatsächliche Kosten auseinanderliegen, desto genauer würden wir vor dem Kauf hinschauen.
Wir kaufen keine Energieeffizienzklasse, sondern eine Immobilie – und möchten deshalb wissen, welcher Energieverbrauch langfristig realistisch ist und welche zukünftigen Investitionen hinter den Kennwerten stehen können.
Eine FAQ-Antwort behandelt das Allgemeine – sprechen Sie uns gerne an, wenn es um die Besonderheiten Ihres Vorhabens geht.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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