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Deutsche Kapitalanlage-Immobilien

Wie berechne ich die monatliche Belastung meiner Kapitalanlageimmobilie vor den Mieteinnahmen?

Kurzantwort

Die monatliche Objektbelastung zeigt vereinfacht, wie viel Liquidität Kreditrate und nicht umlagefähige laufende Eigentümerkosten zusammen beanspruchen. Die einfache Formel lautet: monatliche Kreditrate + monatliche nicht umlagefähige Kosten = monatliche Objektbelastung vor Mieteinnahmen. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.

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Ausführliche Antwort

Die Rechnung ist sehr einfach

Beträgt die Kreditrate 1.000 Euro und fallen monatlich 150 Euro nicht umlagefähige Eigentümerkosten an, beträgt die monatliche Objektbelastung 1.150 Euro.

Die Miete wird zunächst noch nicht abgezogen

Die Kennzahl zeigt bewusst zuerst die Ausgabenseite der Immobilie, bevor die Nettokaltmiete gegengerechnet wird.

Die Kreditrate gehört vollständig hinein

Für die Liquiditätsbetrachtung zählen sowohl Zins als auch Tilgung, weil beide monatlich tatsächlich vom Konto abfließen.

Eigentümerkosten kommen zusätzlich hinzu

Dazu können beispielsweise nicht umlagefähige Verwaltungskosten, Rücklagenzuführungen und weitere laufende Kosten gehören, die nicht auf den Mieter übertragen werden können; gerade diese Positionen sollten bei Kapitalanlagewohnungen berücksichtigt werden.

Danach kann die Miete gegengerechnet werden

Bei 1.150 Euro monatlicher Objektbelastung und 900 Euro Nettokaltmiete ergibt sich vor weiteren Besonderheiten eine monatliche Liquiditätsdifferenz von –250 Euro.

Objektbelastung und Cashflow sind deshalb nicht dasselbe

Die Objektbelastung betrachtet zunächst die Ausgaben, während der Cashflow anschließend auch die Mieteinnahmen berücksichtigt.

Tilgung ist trotzdem keine verlorene Ausgabe

Obwohl die Tilgung die monatliche Liquidität belastet, reduziert sie gleichzeitig die Restschuld des Darlehens.

Reparaturen können zusätzlich schwanken

Größere unregelmäßige Reparaturen oder Sonderumlagen sollten entweder separat berücksichtigt oder über einen angemessenen langfristigen Ansatz in die Kalkulation einbezogen werden.

Ein Puffer bleibt sinnvoll

Auch bei einer grundsätzlich tragfähigen Finanzierung sollte genügend Liquidität für ungeplante Ausgaben vorhanden bleiben.

Aus unserer Beraterpraxis

Wir möchten zuerst wissen, was die Immobilie monatlich beansprucht

Bevor wir die Miete dagegenstellen, rechnen wir zunächst ganz nüchtern zusammen: Was geht für diese Immobilie jeden Monat tatsächlich vom Konto ab?

Ein einfaches Beispiel

Kreditrate: 1.000 Euro

Nicht umlagefähiges Hausgeld und weitere laufende Eigentümerkosten: 150 Euro

Monatliche Objektbelastung: 1.150 Euro

Danach kommt die Nettokaltmiete

Erzielt die Wohnung 950 Euro Nettokaltmiete, fehlen zunächst 200 Euro monatlich. Bei 1.250 Euro Nettokaltmiete verbleiben zunächst 100 Euro Überschuss.

Diese Trennung macht Rechnungen verständlicher

Wir finden es übersichtlicher, zunächst Objektbelastung und Mieteinnahmen getrennt darzustellen und erst anschließend daraus den Cashflow zu bilden. Dadurch lässt sich leichter nachvollziehen, wo eine monatliche Belastung tatsächlich entsteht.

Auch eine hohe Tilgung erhöht die Belastung

Wer stärker tilgt, hat eine höhere monatliche Objektbelastung, baut gleichzeitig aber schneller Schulden ab. Deshalb darf eine höhere Belastung nicht automatisch mit einer schlechteren Wirtschaftlichkeit gleichgesetzt werden.

Nicht umlagefähige Kosten nicht unterschätzen

Finanztip weist bei Kapitalanlageimmobilien ebenfalls darauf hin, dass neben der Finanzierung insbesondere Verwaltung und Erhaltungsaufwand beim Eigentümer verbleiben und die tatsächliche Rechnung belasten können.

Die persönliche Tragfähigkeit bleibt entscheidend

Eine Immobilie kann wirtschaftlich langfristig attraktiv sein und trotzdem jeden Monat einen Eigenbeitrag erfordern. Dieser Betrag muss dauerhaft zur persönlichen Liquidität passen.

Die monatliche Objektbelastung ist keine gesetzlich oder bankaufsichtlich standardisierte Kennzahl, sondern eine sehr einfache praktische Rechengröße. Gerade deshalb eignet sie sich hervorragend, um eine Immobilienfinanzierung für Einsteiger schnell verständlich zu machen.

Eine FAQ-Antwort beantwortet eine konkrete Frage, doch häufig entstehen daraus weitere persönliche Überlegungen – melden Sie sich gerne.

Weiterführende Quellen

Finanztip – Immobilien als Kapitalanlage: Finanzierung, laufende Kosten und Beispielrechnung

Finanztip – Hausgeld: umlagefähige und nicht umlagefähige Kosten

Sparkassen-Immobilien – Finanzierungsplan, Monatsrate und laufende Belastungen

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