Kurzantwort
Misstrauisch sollten Sie werden, wenn mit einer zukünftigen Soll-Miete statt der tatsächlichen Ist-Miete gerechnet, Kaufnebenkosten ausgeblendet oder nicht umlagefähige Eigentümerkosten nicht erwähnt werden. Eine Renditeangabe ist nur dann sinnvoll, wenn klar ist, welche Einnahmen, Kosten und welcher Kapitaleinsatz in die Berechnung eingeflossen sind. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.
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Zunächst sollte nachvollziehbar sein, ob im Exposé eine Bruttomietrendite, Nettomietrendite oder eine andere Kennzahl dargestellt wird.
Wird bereits mit einer höheren zukünftigen Soll-Miete gerechnet, erscheint die Rendite besser, obwohl dieser zusätzliche Ertrag noch gar nicht vorhanden ist.
Eine Berechnung nur auf Basis des reinen Kaufpreises lässt Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Maklerkosten unberücksichtigt.
Verwaltungskosten, bestimmte Instandhaltungskosten und weitere dauerhaft beim Eigentümer verbleibende Hausgeldbestandteile reduzieren den tatsächlich verfügbaren Ertrag.
Müssen unmittelbar nach dem Kauf beispielsweise Bad, Böden oder Elektrik erneuert werden, gehört dieser zusätzliche Kapitaleinsatz wirtschaftlich zur Investition.
Eine Renditekalkulation, die dauerhaft vollständige Vermietung ohne jede Unterbrechung voraussetzt, bildet mögliche Risiken nur eingeschränkt ab.
Am zuverlässigsten ist eine eigene Wirtschaftlichkeitsrechnung mit tatsächlicher Miete, realistischen Kosten und vollständigem Kapitaleinsatz.
Weiterführende seriöse Quellen:Verbraucherzentrale – Immobilienfinanzierung und laufende KostenBundesministerium der Justiz – BetriebskostenverordnungNotar.de – Kauf einer Eigentumswohnung
Wenn im Exposé „5,2 % Rendite“ steht, möchten wir zuerst wissen, wie diese Zahl gerechnet wurde.
Eine Rendite mit 1.000 Euro zukünftiger Soll-Miete ist etwas völlig anderes als dieselbe Berechnung bei heute tatsächlich gezahlten 800 Euro.
Wer nur den Kaufpreis berücksichtigt und sämtliche Erwerbsnebenkosten sowie notwendigen Anfangsinvestitionen ignoriert, erhält automatisch eine attraktivere Rendite.
Uns interessiert nicht nur die Gesamthöhe, sondern insbesondere, welche Kosten dauerhaft beim Eigentümer verbleiben.
Für eine erste Vorauswahl ist eine Bruttorendite völlig in Ordnung – problematisch wird es erst, wenn eine einfache Kennzahl wie eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung verkauft wird.
Die Rendite des Verkäufers interessiert uns als Orientierung; die Kaufentscheidung treffen wir auf Basis unserer eigenen Zahlen.
Eine FAQ-Antwort behandelt das Allgemeine – sprechen Sie uns gerne an, wenn es um die Besonderheiten Ihres Vorhabens geht.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Lebenserfahrung:
Worte sind Worte,
Taten sind Taten
und Zahlen sind Zahlen.
Daher unsere Empfehlung:
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