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Deutsche Kapitalanlage-Immobilien

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine russische Putin-Rakete meine Wohnung zerstört?

Kurzantwort

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine russische Rakete ausgerechnet Ihre Wohnung in Deutschland zerstört, ist statistisch ausgesprochen gering, lässt sich aber nicht seriös in Prozent beziffern. Ein Angriff auf Deutschland wäre zugleich ein Angriff auf die NATO und würde eine vollkommen andere Sicherheitslage schaffen. Wenn außergewöhnliche Risiken Ihre Kaufentscheidung beeinflussen, sprechen Sie uns gerne an.

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Ausführliche Antwort

Die Frage ist nicht völlig von der Hand zu weisen

Die Frage ist angesichts des russischen Angriffskrieges nicht völlig von der Hand zu weisen, denn die Vereinten Nationen dokumentieren auch 2026 russische Raketen- und Drohnenangriffe, bei denen Wohnhäuser und zivile Infrastruktur in der Ukraine beschädigt werden. Daraus folgt jedoch nicht, dass für eine einzelne Wohnung in Deutschland derzeit ein konkret berechenbares Raketenrisiko besteht.

Die UN-Menschenrechtsmission berichtet über Angriffe auf bewohnte Gebiete und zivile Gebäude in der Ukraine.

Eine seriöse Prozentzahl lässt sich nicht berechnen

Für eine belastbare Prozentangabe müssten zunächst die Wahrscheinlichkeit eines russischen Angriffs auf Deutschland sowie Umfang, Dauer, Ziele, eingesetzte Waffen, Luftverteidigung und Trefferverteilung bekannt sein. Die bloße Anzahl aller privaten, gewerblichen und öffentlichen Immobilien in den NATO-Staaten reicht für eine solche Berechnung nicht aus.

Ein Angriff auf Deutschland beträfe die NATO

Ein militärischer Angriff auf Deutschland wäre nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags grundsätzlich als Angriff auf alle NATO-Mitglieder zu behandeln. Die gemeinsame Verteidigung und die damit verbundene Abschreckung unterscheiden die Sicherheitslage Deutschlands grundlegend von derjenigen der Ukraine.

Die NATO erläutert hier die kollektive Verteidigung nach Artikel 5.

Militärische Ziele und Infrastruktur haben hohe Bedeutung

In einem Krieg haben militärische Einrichtungen, Frontstellungen, Energieversorgung, Verkehrsknotenpunkte und Kommunikationsstrukturen eine hohe strategische Bedeutung. Eine verlässliche Reihenfolge, nach der zunächst militärische Ziele, danach Infrastruktur und zuletzt Wohnhäuser angegriffen würden, lässt sich jedoch nicht festlegen.

Auch Wohnhäuser können durch direkte Treffer, fehlgeleitete Waffen, Trümmer abgefangener Flugkörper, Druckwellen, Brände oder einstürzende Gebäudeteile beschädigt werden.

Das Stockwerk bietet keinen verlässlichen Schutz

Eine Wohnung im Erdgeschoss oder im ersten Obergeschoss ist nicht grundsätzlich vor einem Raketenangriff geschützt. Explosionen, Brände und ein teilweiser oder vollständiger Gebäudeeinsturz können sämtliche Etagen betreffen.

Die Wahl des Stockwerks sollte deshalb anhand normaler Anlagekriterien wie Vermietbarkeit, Barrierefreiheit, Einbruchsrisiko, Lärm und Kaufpreis erfolgen.

Bei einem Atomkrieg verschiebt sich die gesamte Betrachtung

Bei einer nuklearen Eskalation wären neben Immobilien auch Menschenleben, Versorgung, staatliche Strukturen, Finanzsysteme und große Teile der Wirtschaft gefährdet. In einem solchen Extremszenario wären der Wert einer einzelnen Wohnung und die Rückzahlung ihres Darlehens nicht mehr die vorrangigen Probleme.

Aus unserer Beraterpraxis

Auch wir halten das Szenario eines Krieges in Deutschland derzeit für ausgesprochen unwahrscheinlich. Sollte dennoch ein Raketenkrieg beginnen, ist zu berücksichtigen, dass die NATO-Staaten grob geschätzt über mehr als fünfhundert Millionen private, betriebliche und öffentliche Immobilien verfügen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Rakete ausgerechnet Ihre Immobilie trifft, wäre damit ausgesprochen gering. Darüber hinaus würde ein großer Teil der Raketen voraussichtlich gegen militärische Ziele, Frontstellungen und wichtige Infrastruktur eingesetzt werden – so schrecklich die Bilder beschossener ukrainischer Wohnhäuser auch sein mögen.

Wer sich von dieser Angst trotzdem nicht lösen kann, dem empfehlen wir, grundsätzlich nicht in eine Immobilie zu investieren. Eine langfristige und wenig liquide Kapitalanlage ist nicht die richtige Entscheidung, wenn ein äußerst unwahrscheinliches Extremszenario dauerhaft die persönliche Sicherheit und den ruhigen Schlaf beeinträchtigt.

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