Kurzantwort
Der Leverage-Effekt kippt vereinfacht genau dann, wenn der Fremdkapitalzins höher ist als die Gesamtkapitalrendite der Immobilie. Bei einer Gesamtkapitalrendite von 5 % liegt die rechnerische Leverage-Grenze somit bei 5 % Fremdkapitalzins. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.
Was bedeutet das konkret für Ihr Vorhaben? Kostenlose Erstberatung anfragen
Für den Leverage-Effekt gilt vereinfacht:
Diese mathematische Grenze folgt unmittelbar aus der klassischen Leverage-Formel.
Gesamtkapitalrendite der Immobilie:
Dann ergibt sich:
Angenommen:
Damit beträgt das Verhältnis Fremdkapital zu Eigenkapital:
Bei 5 % Gesamtkapitalrendite und 4 % Fremdkapitalzins ergibt sich vereinfacht:
Steigt der Fremdkapitalzins dagegen auf 6 %, ergibt sich:
Je höher der Verschuldungsgrad, desto stärker wirkt deshalb eine Veränderung des Fremdkapitalzinses auf die Eigenkapitalrendite.
Wenn Immobilienrendite und Fremdkapitalzins beide exakt 5 % betragen, ist der klassische Leverage-Effekt zwar neutral. Für eine reale Kapitalanlage wäre diese Situation aber noch lange nicht komfortabel, weil zusätzliche Risiken und Kosten berücksichtigt werden müssen.
Eine Immobilie mit 5 % Gesamtkapitalrendite und 4,9 % Fremdkapitalzins besitzt mathematisch noch einen positiven Leverage-Effekt.
Praktisch wäre uns dieser Abstand jedoch viel zu gering, um daraus eine Kaufentscheidung abzuleiten.
Beispielsweise:
Dieser Abstand ist wesentlich aussagekräftiger als lediglich die Aussage „positiver Leverage“.
Wir würden zusätzlich prüfen:
Damit wird sichtbar, wie schnell der Fremdkapitalhebel seinen Vorteil verliert.
Je weniger Eigenkapital eingesetzt wird, desto stärker kann ein positiver Leverage wirken. Genau dasselbe gilt aber für den negativen Leverage.
Er zeigt sehr einfach, bis zu welchem Fremdkapitalzins die Finanzierung mathematisch noch renditesteigernd wirkt.
Er ersetzt jedoch nicht Cashflow-, DSCR-, Liquiditäts- und Anschlusszinsprüfung.
Gerade bei stark fremdfinanzierten Kapitalanlageimmobilien würden wir nicht nur fragen, ob heute ein positiver Leverage besteht, sondern wie weit der heutige Finanzierungssatz von der rechnerischen Kipppunktgrenze entfernt ist.
Eine FAQ-Antwort kann Zusammenhänge erklären, doch erst der Blick auf Ihre persönliche Situation schafft wirkliche Klarheit.
Gabler Wirtschaftslexikon – Leverage-Effekt, Formel und Kipppunkt
Gabler Banklexikon – positiver und negativer Financial Leverage
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Lebenserfahrung:
Worte sind Worte,
Taten sind Taten
und Zahlen sind Zahlen.
Daher unsere Empfehlung:
Seien Sie tatkräftig,
überzeugen Sie sich selbst
und buchen Sie einen Termin!