Kurzantwort
Je höher der Fremdkapitalanteil, desto höher ist bei sonst gleichen Konditionen normalerweise der monatliche Kapitaldienst und desto niedriger fällt der laufende Cashflow der Immobilie aus. Mehr Eigenkapital verbessert dagegen meist den monatlichen Cashflow, bindet aber zusätzliche eigene Liquidität. Eine FAQ-Antwort kann eine wichtige Frage klären – sprechen Sie uns gerne an, damit auch Ihre persönliche Situation in die Entscheidung einfließt.
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Vereinfacht:
Bei einem klassischen Annuitätendarlehen setzt sich die monatliche Kreditrate aus Zins und Tilgung zusammen; Darlehenshöhe, Sollzins und anfängliche Tilgung bestimmen wesentlich die Höhe der Rate.
Angenommen, nach Abzug der laufenden Eigentümerkosten stehen vor Finanzierung monatlich 1.800 Euro zur Verfügung.
Gesamtinvestition:
Sollzins:
Anfangstilgung:
Damit beträgt die anfängliche Annuität vereinfacht 6 % der Darlehenssumme pro Jahr.
| Fremdkapitalquote | Darlehen | Eigenkapital* | monatlicher Kapitaldienst | monatlicher Cashflow |
|---|---|---|---|---|
| 60 % | 180.000 € | 120.000 € | 900 € | +900 € |
| 80 % | 240.000 € | 60.000 € | 1.200 € | +600 € |
| 90 % | 270.000 € | 30.000 € | 1.350 € | +450 € |
*vereinfachte Betrachtung ohne Kaufnebenkosten.
Zwischen 60 % und 90 % Finanzierung sinkt der monatliche Cashflow im Beispiel von +900 Euro auf +450 Euro.
Dafür muss der Anleger beim Kauf 90.000 Euro weniger Eigenkapital einsetzen.
besserer laufender Cashflow
geringerer Kapitaldienst
geringeres Finanzierungsrisiko
aber stärkere Kapitalbindung
weniger eingesetztes Eigenkapital
mehr freie Liquidität
stärkere mögliche Hebelwirkung
aber höhere monatliche Kreditbelastung
Bei höheren Finanzierungsquoten kann sich zusätzlich der angebotene Darlehenszins verändern. Die Darlehenshöhe und das eingesetzte Eigenkapital gehören zu den wesentlichen Parametern einer Immobilienfinanzierung; unterschiedliche Finanzierungsvarianten können deshalb auch unterschiedliche Konditionen ergeben.
Tilgung belastet zwar den monatlichen Cashflow, ist wirtschaftlich aber kein verlorener Aufwand. Sie reduziert die Restschuld und baut damit Vermögen auf.
Deshalb darf ein schlechterer Cashflow nicht automatisch mit einer schlechteren Gesamtrendite gleichgesetzt werden.
Nicht nur:
Sondern konkret:
Im Beispiel spart der Anleger bei 90 % statt 60 % Finanzierung 90.000 Euro Eigenkapital.
Dafür reduziert sich sein laufender Cashflow um 450 Euro monatlich beziehungsweise 5.400 Euro jährlich.
Das ist eine sehr greifbare Entscheidungsgrundlage.
Wer möglichst viel Eigenkapital einsetzt, kann einen hervorragenden monatlichen Cashflow erzeugen – bindet dafür aber viel Kapital in einer einzigen Immobilie.
Gerade wenn weitere Investments geplant sind, kann das strategisch nachteilig sein.
Eine sehr hohe Fremdfinanzierung nur zur Maximierung der Eigenkapitalrendite kann problematisch werden, wenn anschließend kaum Puffer für Leerstand, Reparaturen oder einen höheren Anschlusszins vorhanden ist.
Erst die Kombination zeigt aus unserer Sicht, ob eine Finanzierungsstruktur wirklich sinnvoll ist.
Der Vergleich verschiedener Fremdkapitalquoten gehört für uns zu den praktischsten Berechnungen vor einer Kaufentscheidung. Er zeigt unmittelbar, welchen monatlichen Preis der Anleger dafür bezahlt, mehr eigenes Kapital liquide zu halten.
Eine FAQ-Antwort behandelt das Allgemeine – sprechen Sie uns gerne an, wenn es um die Besonderheiten Ihres Vorhabens geht.
Dr. Klein – Annuitätendarlehen: Zusammensetzung aus Zins und Tilgung
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
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