Kurzantwort
Aus einer gewünschten Mietrendite lässt sich rückwärts berechnen, welchen Kaufpreis eine Immobilie bei gegebenen Mieteinnahmen höchstens haben dürfte. Eine FAQ-Antwort kann eine wichtige Frage klären – sprechen Sie uns gerne an, damit auch Ihre persönliche Situation in die Entscheidung einfließt.
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Bei der Bruttomietrendite lautet die einfache Formel: maximaler Kaufpreis = Jahresnettokaltmiete ÷ gewünschte Bruttomietrendite; bei 12.000 Euro Jahresnettokaltmiete und gewünschten 4 % ergibt sich beispielsweise ein maximaler Kaufpreis von 300.000 Euro.
Soll stattdessen beispielsweise eine Nettomietrendite von 3 % erreicht werden, werden von den Mieteinnahmen zunächst nicht umlagefähige Kosten, kalkulatorische Instandhaltung, Verwaltung und gegebenenfalls ein Mietausfallwagnis abgezogen.
Beträgt die Jahresnettokaltmiete 12.000 Euro und werden jährlich 2.000 Euro nicht umlagefähige Kosten angesetzt, verbleibt ein Jahresreinertrag von 10.000 Euro; bei 3 % gewünschter Nettomietrendite darf die gesamte Investition rechnerisch höchstens 10.000 € ÷ 0,03 = rund 333.333 Euro betragen.
Werden beispielsweise Kaufnebenkosten von insgesamt 10 % des Kaufpreises angenommen, ergibt sich aus maximal 333.333 Euro Gesamtinvestition ein Kaufpreis von ungefähr 333.333 € ÷ 1,10 = 303.030 Euro.
Wird die Immobilie beispielsweise für 340.000 Euro angeboten, zeigt die Rückwärtsrechnung unmittelbar, dass der Preis für die gewünschte Rendite zu hoch wäre, sofern sich Mieteinnahmen und Kosten nicht entsprechend verbessern.
Zins, Tilgung und persönlicher Eigenkapitaleinsatz gehören nicht unmittelbar in diese Objektkennzahl, sondern sollten anschließend über Cashflow, Eigenkapitalrendite und Finanzierung separat analysiert werden.
Auch wenn ein Objekt die gewünschte rechnerische Rendite erreicht, müssen unter anderem Lage, Vermietbarkeit, Zustand, mögliche Sanierungen, WEG-Risiken und zukünftige Kosten geprüft werden.
Bei Immobilienangeboten wird häufig vom vorhandenen Kaufpreis ausgegangen und anschließend berechnet, welche Rendite daraus entsteht. Wir finden die umgekehrte Frage mindestens genauso interessant: „Was dürfte diese Immobilie bei dieser Miete eigentlich kosten, damit meine gewünschte Rendite erreicht wird?“
Wenn beispielsweise bei einer gewünschten Rendite rechnerisch maximal 300.000 Euro herauskommen, das Objekt aber 350.000 Euro kosten soll, ist die Differenz sofort sichtbar. Man muss dann bewusst entscheiden, ob Lage, Qualität, Entwicklungsperspektive oder andere Vorteile diesen Aufpreis tatsächlich rechtfertigen.
Bei 12.000 Euro Jahreskaltmiete entspricht eine Bruttomietrendite von 4 % einem Kaufpreis von 300.000 Euro. Bei nur 3 % wären dagegen bereits 400.000 Euro möglich – ein Unterschied von 100.000 Euro, obwohl sich an der Miete nichts verändert hat.
Die Bruttomietrendite eignet sich hervorragend für einen schnellen ersten Vergleich. Für eine ernsthafte Kaufentscheidung würden wir anschließend aber immer auch Kaufnebenkosten, nicht umlagefähige Kosten, Instandhaltung, Cashflow, Finanzierung und weitere Risiken einbeziehen.
Die Rückwärtsrechnung vom gewünschten Renditeziel zum maximalen Kaufpreis gehört für uns zu den besonders praktischen Berechnungen, weil sie aus einer abstrakten Prozentzahl einen unmittelbar verständlichen Euro-Betrag für die Kaufpreisentscheidung macht.
Eine FAQ-Antwort liefert Wissen – im persönlichen Gespräch können wir gemeinsam klären, was davon für Ihr Vorhaben wichtig ist.
Finanztip – Mietrendite berechnen: Formeln, Kosten und Beispiele
Interhyp – Brutto-, Netto- und Eigenkapitalrendite bei Immobilien
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
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