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Deutsche Kapitalanlage-Immobilien

Was ist der Return on Investment ( ROI ) bei einer Kapitalanlageimmobilie und wie wird er berechnet?

Kurzantwort

Der Return on Investment ( ROI ) setzt den wirtschaftlichen Gewinn einer Investition ins Verhältnis zum dafür eingesetzten Kapital und zeigt damit vereinfacht, wie rentabel eine Investition war oder voraussichtlich sein wird. Bei Immobilien muss allerdings genau definiert werden, welche Erträge, Kosten und welcher Kapitaleinsatz in die Berechnung einfließen. Eine FAQ-Antwort ist ein guter Ausgangspunkt, doch im persönlichen Gespräch lässt sich Ihre Situation genauer einordnen.

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Ausführliche Antwort

Die Grundformel ist einfach

Vereinfacht lautet die Formel: ROI = Gewinn ÷ eingesetztes Kapital × 100; auch Haufe beschreibt den ROI als Kennzahl zur Beurteilung der Rentabilität von Investitionsvorhaben.

Ein einfaches Beispiel

Wer insgesamt 100.000 Euro Kapital einsetzt und daraus innerhalb des betrachteten Zeitraums einen wirtschaftlichen Gewinn von 8.000 Euro erzielt, kommt vereinfacht auf einen ROI von 8 %.

Bei Immobilien muss der Gewinn genau definiert werden

Zum Ergebnis können je nach gewählter Betrachtung beispielsweise laufende Mieterträge abzüglich Kosten, Finanzierungsergebnisse, ein späterer Verkaufsgewinn oder andere realisierte Erträge gehören.

Auch der Kapitaleinsatz muss eindeutig sein

Je nachdem, ob der gesamte Kaufpreis einschließlich Nebenkosten oder lediglich das tatsächlich eingesetzte Eigenkapital zugrunde gelegt wird, beantwortet die Rechnung eine andere wirtschaftliche Frage.

ROI ist deshalb keine eindeutig definierte Immobilienkennzahl

Wird nur das Eigenkapital in den Nenner gestellt, nähert sich die Berechnung der Eigenkapitalrendite an; wird das gesamte investierte Kapital betrachtet, ähnelt sie stärker einer Objekt- beziehungsweise Gesamtkapitalrendite.

Nicht jede Rendite ist ein ROI

Die Brutto- und Nettomietrendite betrachten vor allem das Verhältnis zwischen Mietertrag und Immobilieninvestition, während die Eigenkapitalrendite zusätzlich die individuelle Kapitalstruktur berücksichtigt; Interhyp stellt diese Renditearten deshalb getrennt voneinander dar.

Der Betrachtungszeitraum ist entscheidend

Ein ROI von beispielsweise 30 % über zehn Jahre ist etwas völlig anderes als eine jährliche Rendite von 30 %, weil der einfache ROI nicht automatisch auf ein Jahr umgerechnet wird.

Für längere Immobilieninvestitionen ist der IRR oft aussagekräftiger

Wenn Ein- und Auszahlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten berücksichtigt werden sollen, kann der interne Zinsfuß ( IRR ) aussagekräftiger sein, weil er den zeitlichen Verlauf der Zahlungsströme einbezieht.

ROI eignet sich besonders als schneller Rentabilitätscheck

Die Kennzahl ist leicht verständlich und ermöglicht einen schnellen Vergleich von Gewinn und Kapitaleinsatz, sollte bei einer Kapitalanlageimmobilie aber immer zusammen mit Cashflow, Mietrendite, Restschuld und weiteren Kennzahlen betrachtet werden; auch die Volksbanken Raiffeisenbanken erläutern Rendite grundsätzlich als Verhältnis von Gewinn und eingesetztem Kapital.

Aus unserer Beraterpraxis

ROI klingt eindeutiger, als er tatsächlich ist

Der Begriff Return on Investment wird sehr häufig verwendet und klingt zunächst nach einer klar definierten Kennzahl. Bei Immobilien würden wir trotzdem immer zuerst fragen: „Welchen Gewinn teilen wir eigentlich durch welches Kapital?“

Zwei Verkäufer können denselben ROI unterschiedlich berechnen

Der eine berücksichtigt vielleicht nur Mieteinnahmen und Kaufpreis, der nächste zusätzlich Finanzierung, Tilgung und Wertsteigerung. Beide schreiben anschließend „ROI“ über ihre Rechnung, obwohl sie wirtschaftlich etwas völlig Unterschiedliches berechnet haben.

Genau deshalb bevorzugen wir klar benannte Kennzahlen

Wenn wir ausschließlich die laufende Mietrendite meinen, nennen wir sie Brutto- oder Nettomietrendite. Wenn es um die Verzinsung des eigenen Geldes geht, sprechen wir von Eigenkapitalrendite, und wenn Zahlungsströme über viele Jahre berücksichtigt werden sollen, ist beispielsweise der IRR wesentlich präziser.

Trotzdem ist der ROI nützlich

Als übergeordnete Frage „Wie viel wirtschaftlichen Gewinn erziele ich im Verhältnis zu meinem eingesetzten Kapital?“ ist der ROI hervorragend verständlich. Gerade für Anleger, die unterschiedliche Investments miteinander vergleichen möchten, bietet er einen guten ersten Blick.

Vorsicht bei Wertsteigerungen

Wir würden bei einer prognostizierten ROI-Berechnung klar zwischen bereits erzielten Ergebnissen und nur angenommenen zukünftigen Wertsteigerungen unterscheiden. Eine auf dem Papier angenommene Wertsteigerung ist noch kein realisierter Gewinn.

Ein hoher ROI sagt nicht alles

Eine Investition mit hohem errechnetem ROI kann gleichzeitig hohe Fremdfinanzierung, geringe Liquiditätsreserven oder erhebliche Risiken besitzen. Deshalb sollte die Kennzahl nie isoliert über eine Kaufentscheidung entscheiden.

Den ROI halten wir für eine wichtige und sehr verständliche Oberkennzahl. Für die detaillierte Analyse einer Kapitalanlageimmobilie bevorzugen wir jedoch präziser definierte Kennzahlen wie Nettomietrendite, Eigenkapitalrendite, Cashflow, IRR und Restschuldentwicklung.

Eine FAQ-Antwort bietet Orientierung – welche Lösung zu Ihnen passt, lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären.

Weiterführende Quellen

Haufe – Return on Investment zur Beurteilung von Investitionsobjekten

Interhyp – Brutto-, Netto-, Eigenkapital- und Objektrendite bei Immobilien

Volksbanken Raiffeisenbanken – Rendite: Definition und Berechnung

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