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Deutsche Kapitalanlage-Immobilien

Was ist die Mietausfallquote einer Kapitalanlageimmobilie und wie wird sie berechnet?

Kurzantwort

Die Mietausfallquote zeigt, welcher Anteil der eigentlich geschuldeten Mieteinnahmen tatsächlich ausfällt. Vereinfacht lässt sie sich berechnen als ausgefallene Miete ÷ Sollmiete × 100. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.

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Ausführliche Antwort

Die Grundformel ist einfach

Für eine auf Zahlungsausfälle bezogene Betrachtung gilt: Mietausfallquote = endgültig beziehungsweise wirtschaftlich ausgefallene Mietforderungen ÷ Sollmiete × 100.

Ein einfaches Beispiel

Beträgt die Jahresnettokaltmiete 12.000 Euro und fallen davon 600 Euro tatsächlich aus, beträgt die Mietausfallquote 600 € ÷ 12.000 € × 100 = 5 %.

Mietrückstand ist noch nicht automatisch Mietausfall

Zahlt ein Mieter lediglich verspätet und begleicht die Forderung später vollständig, liegt zwar zwischenzeitlich ein Mietrückstand vor, wirtschaftlich aber kein endgültiger Mietausfall.

Leerstand und Zahlungsausfall besser getrennt betrachten

Für die eigene Wirtschaftlichkeitsanalyse würden wir Leerstandsverluste und Zahlungsausfälle getrennt ausweisen, damit erkennbar bleibt, wodurch Mieteinnahmen tatsächlich verloren gehen.

Der Begriff wird nicht überall identisch verwendet

In der Immobilienwirtschaft existieren auch weiter gefasste Mietausfallquoten, die neben uneinbringlichen Mietforderungen zusätzlich Erlösschmälerungen durch Leerstand einbeziehen; deshalb sollte bei jedem Kennzahlenvergleich die verwendete Definition geprüft werden. Beck eLibrary führt Mietausfallquote und Mietausfallwagnis als eigenständige Immobilienkennzahlen.

Mietausfallwagnis ist noch weiter gefasst

Das bewertungsrechtliche Mietausfallwagnis umfasst nach § 32 ImmoWertV neben uneinbringlichen Zahlungsrückständen auch vorübergehenden Leerstand, bestimmte zusätzliche Bewirtschaftungskosten und Risiken aus Rechtsverfolgung.

Die Quote wirkt unmittelbar auf den Cashflow

Fallen bei 12.000 Euro erwarteter Jahresmiete 600 Euro endgültig aus, stehen für Kosten, Finanzierung und Überschuss nur noch 11.400 Euro Mieteinnahmen zur Verfügung.

Bei einzelnen Wohnungen können Prozentwerte stark schwanken

Besitzt ein Anleger nur eine Wohnung, kann bereits ein einzelner größerer Zahlungsausfall die Jahresquote erheblich verändern, während sich solche Schwankungen bei größeren Beständen stärker verteilen.

Die Kennzahl gehört deshalb ins laufende Controlling

Auch professionelle Property-Management-Auswertungen verwenden die Mietausfallquote zur Beurteilung von Mietermix und Forderungsmanagement; ein Beispiel hierfür liefert Volksbank Immobilien Kassel Göttingen.

Aus unserer Beraterpraxis

Die Kennzahl ist einfach, aber sehr praktisch

Eine Wohnung kann auf dem Papier eine hervorragende Mietrendite besitzen. Entscheidend ist letztlich aber, ob die kalkulierte Miete tatsächlich regelmäßig auf dem Konto eingeht.

5 % Mietausfall können den Überschuss deutlich stärker reduzieren

Bei 12.000 Euro Jahresmiete entsprechen 5 % zunächst nur 600 Euro. Wenn der jährliche positive Cashflow vorher beispielsweise lediglich 2.000 Euro betrug, reduziert dieser Mietausfall den Überschuss bereits um 30 %.

Deshalb unterscheiden wir drei Ursachen

Wir würden möglichst separat betrachten:

Leerstand: Die Wohnung ist zeitweise nicht vermietet.

Mietrückstand: Die Miete ist fällig, aber noch offen.

Mietausfall: Die Forderung kann voraussichtlich oder endgültig nicht mehr vollständig realisiert werden.

Eine niedrige Quote beginnt bei der Mieterauswahl

Bonitätsprüfung, vernünftige Miethöhe, vollständige Unterlagen und konsequentes Forderungsmanagement können das Risiko reduzieren, vollständig ausschließen lässt es sich jedoch nie.

Ein einzelnes Jahr sollte nicht überbewertet werden

Bei einer einzelnen Eigentumswohnung kann die Mietausfallquote jahrelang 0 % betragen und durch einen einzigen problematischen Mieter plötzlich deutlich steigen. Für langfristige Kalkulationen halten wir deshalb einen gewissen Risikopuffer grundsätzlich für sinnvoll.

Leerstandsquote und Mietausfallquote gemeinsam anschauen

Beide Kennzahlen zeigen unterschiedliche Teile desselben wirtschaftlichen Problems: Wie viel von der theoretisch möglichen Miete kommt tatsächlich beim Eigentümer an?

Die Mietausfallquote ist leicht zu berechnen und unmittelbar mit der tatsächlichen Rendite verbunden. Gerade bei knapp kalkulierten Kapitalanlageimmobilien können schon relativ kleine Mietausfälle einen erheblichen Teil des positiven Cashflows aufzehren.

Eine FAQ-Antwort ersetzt nicht das persönliche Gespräch – dort lassen sich Details, Prioritäten und Alternativen besser abwägen.

Weiterführende Quellen

Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz – § 32 ImmoWertV: Mietausfallwagnis

Beck eLibrary – Kennzahlen für die Bau- und Immobilienwirtschaft: Mietausfallquote

Volksbank Immobilien Kassel Göttingen – Mietausfallquote als Kennzahl im Property Management

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