Kurzantwort
Der Zinsanteil zeigt, welcher Teil Ihrer monatlichen Kreditrate tatsächlich Finanzierungskosten darstellt und welcher Teil zur Tilgung des Darlehens verwendet wird. Bei einem Annuitätendarlehen sinkt der Zinsanteil mit abnehmender Restschuld, während der Tilgungsanteil entsprechend steigt. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.
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Vereinfacht gilt: jährlicher Zinsanteil = aktuelle Restschuld × Sollzinssatz; für eine monatliche Überschlagsrechnung wird dieser Betrag durch zwölf geteilt.
Bei 300.000 Euro Restschuld und 4 % Sollzins entstehen zu Beginn rechnerisch rund 12.000 Euro Zinsen jährlich beziehungsweise 1.000 Euro monatlich.
Beträgt die gesamte Monatsrate beispielsweise 1.500 Euro, entfallen zu Beginn ungefähr 1.000 Euro auf Zinsen und 500 Euro auf Tilgung.
Bei einem Annuitätendarlehen bleibt die vereinbarte Rate während der Zinsbindung grundsätzlich konstant, aber mit jeder Tilgung sinkt die Restschuld und damit der darauf berechnete Zinsbetrag.
Der innerhalb der gleichbleibenden Rate frei werdende Betrag fließt zunehmend in die Tilgung, sodass das Darlehen im weiteren Verlauf immer schneller zurückgeführt wird.
Im Beispiel beträgt der anfängliche Zinsanteil 1.000 € ÷ 1.500 € × 100 = rund 66,7 %, während etwa 33,3 % der Rate auf die Tilgung entfallen.
Sinkt die Restschuld beispielsweise auf 250.000 Euro und gilt weiterhin ein Sollzins von 4 %, entstehen rechnerisch nur noch rund 833 Euro Zinsen monatlich, sodass von einer unveränderten Rate von 1.500 Euro etwa 667 Euro zur Tilgung verwendet werden können.
Zinsen sind die Kosten für das geliehene Kapital, während die Tilgung die eigene Verschuldung reduziert.
Wie sich Zinsanteil, Tilgungsanteil und Restschuld von Monat zu Monat verändern, lässt sich am besten anhand eines vollständigen Tilgungsplans nachvollziehen.
Wenn ein Anleger beispielsweise 1.500 Euro monatliche Kreditrate sieht, klingt das zunächst nach 1.500 Euro Belastung. Wirtschaftlich würden wir aber immer unterscheiden, welcher Teil davon Zinskosten darstellt und welcher Teil die Restschuld reduziert.
Bei 4 % Zins und 2 % anfänglicher Tilgung besteht die anfängliche Annuität zu zwei Dritteln aus Zinsen und zu einem Drittel aus Tilgung. Dieses Verhältnis verschiebt sich anschließend Jahr für Jahr zugunsten der Tilgung.
Wenn der Tilgungsanteil steigt, reduziert sich die Restschuld immer schneller. Deshalb sollte man die monatliche Kreditrate aus unserer Sicht nie vollständig wie eine normale laufende Ausgabe behandeln.
Steigt bei gleicher anfänglicher Tilgung der Sollzins, wird ein größerer Teil der anfänglichen Rate für Zinsen benötigt. Genau deshalb haben Zinsänderungen einen erheblichen Einfluss auf Cashflow und Finanzierungsspielraum.
Bei vermieteten Immobilien werden Zinsen und Tilgung auch steuerlich unterschiedlich behandelt, weshalb ein sauberer Tilgungsplan später zusätzlich hilfreich sein kann.
Uns interessieren gleichzeitig Monatsrate, Zinsanteil und Tilgungsanteil. Erst diese drei Werte zusammen zeigen, was die Finanzierung tatsächlich kostet und wie schnell die Verschuldung sinkt.
Der Zinsanteil ist keine komplizierte Renditekennzahl, sondern eine elementare Finanzierungsgröße. Wer ihn versteht, kann wesentlich besser beurteilen, was innerhalb seiner monatlichen Rate tatsächlich Kosten sind und was zur Entschuldung beiträgt.
Eine FAQ-Antwort kann vieles verständlicher machen, doch eine gute Entscheidung sollte immer Ihre persönlichen Voraussetzungen berücksichtigen.
Deutsche Bundesbank – Annuitätendarlehen: Zusammensetzung aus Zins und Tilgung
KfW – Annuitätendarlehen: gleichbleibende Rate, sinkender Zins- und steigender Tilgungsanteil
Deutsche Bank – Informationen zu Immobiliar-Verbraucherdarlehen und Annuitätendarlehen
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
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