Kurzantwort
Die Eigenkapitalquote zeigt, welcher Anteil der gesamten Immobilieninvestition aus eigenen Mitteln finanziert wird. Vereinfacht gilt: Eigenkapitalquote = eingesetztes Eigenkapital ÷ Gesamtinvestitionskosten × 100. Eine FAQ-Antwort liefert allgemeine Informationen – sprechen Sie uns gerne an, damit bei Ihrer Entscheidung auch Ihre persönlichen Ziele und Voraussetzungen berücksichtigt werden.
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Für eine Kapitalanlageimmobilie kann die Eigenkapitalquote vereinfacht berechnet werden als: eingesetztes Eigenkapital ÷ gesamte Investitionskosten × 100.
Kostet eine Immobilie einschließlich Kaufnebenkosten insgesamt 330.000 Euro und werden davon 66.000 Euro aus eigenen Mitteln bezahlt, beträgt die Eigenkapitalquote 66.000 € ÷ 330.000 € × 100 = 20 %.
Werden die übrigen 264.000 Euro über Darlehen finanziert, beträgt die Fremdkapitalquote in diesem vereinfachten Beispiel 80 %, sodass beide Quoten zusammen 100 % ergeben.
Für eine saubere Kalkulation sollten neben dem Kaufpreis auch die tatsächlich anfallenden Kaufnebenkosten berücksichtigt werden; die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler erhebliche zusätzliche Kosten verursachen können.
Je höher der Eigenkapitalanteil bei unveränderten Gesamtkosten ist, desto geringer ist grundsätzlich der erforderliche Kreditbetrag; auch die Sparkasse beschreibt den Eigenkapitalanteil als wichtigen Bestandteil der Immobilienfinanzierung.
Der Beleihungsauslauf betrachtet das Darlehen im Verhältnis zum von der Bank angesetzten Beleihungswert, während sich die hier verwendete Eigenkapitalquote auf die Finanzierungsstruktur der gesamten Investition bezieht.
Eine Finanzierung über 100 % des reinen Kaufpreises kann trotzdem Eigenkapital enthalten, wenn beispielsweise die gesamten Kaufnebenkosten aus eigenen Mitteln bezahlt werden; auch Untersuchungen der Deutschen Bundesbank unterscheiden ausdrücklich zwischen Eigenkapitalanforderungen und zusätzlich selbst zu finanzierenden Kaufnebenkosten.
Mehr Eigenkapital kann den Kreditbedarf und das Finanzierungsrisiko reduzieren, bindet aber gleichzeitig Liquidität, die anschließend beispielsweise nicht mehr als Reserve oder für weitere Investments verfügbar ist.
Welche Eigenkapitalquote sinnvoll ist, hängt unter anderem von Finanzierungskonditionen, Einkommen, Liquiditätsreserve, Risikobereitschaft und der geplanten Anlagestrategie ab.
Die Eigenkapitalquote gehört für uns zu den einfachsten Kennzahlen überhaupt. Sie zeigt auf einen Blick, wie viel von der gesamten Investition tatsächlich aus dem eigenen Geld des Käufers stammt.
Bei Gesamtinvestitionskosten von 300.000 Euro entsprechen 30.000 Euro Eigenkapital einer Quote von 10 %. Werden stattdessen 60.000 Euro eingesetzt, steigt sie auf 20 % und der notwendige Kredit sinkt entsprechend.
Eine hohe Eigenkapitalquote reduziert grundsätzlich die Verschuldung. Bei einer Kapitalanlageimmobilie bedeutet sie aber gleichzeitig, dass mehr eigenes Kapital in einem einzelnen Objekt gebunden wird.
Wer sehr wenig Eigenkapital einsetzt, kann bei einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung einen stärkeren Hebeleffekt auf die Eigenkapitalrendite erzielen. Gleichzeitig werden Cashflow, Zinsrisiko und Anschlussfinanzierungsrisiko regelmäßig anspruchsvoller.
Gerade bei Vergleichen sehen wir lieber die gesamte Investition. Wer beispielsweise 300.000 Euro Kaufpreis und weitere 30.000 Euro Kaufnebenkosten bezahlt, hat wirtschaftlich zunächst 330.000 Euro investiert.
Selbst wenn zusätzliches Eigenkapital vorhanden ist, würden wir normalerweise nicht automatisch jeden verfügbaren Euro in die Finanzierung stecken. Eine ausreichende Reserve für unerwartete Kosten und persönliche Liquidität kann mindestens genauso wichtig sein.
Die Eigenkapitalquote ist keine komplizierte Renditekennzahl, aber eine der wichtigsten Grundgrößen der Finanzierung. Zusammen mit Fremdkapitalquote, Beleihungsauslauf, monatlicher Rate und Eigenkapitalrendite zeigt sie sehr schnell, wie eine Immobilienfinanzierung strukturiert ist.
Eine FAQ-Antwort kann Zusammenhänge erklären, doch erst der Blick auf Ihre persönliche Situation schafft wirkliche Klarheit.
Verbraucherzentrale – Immobilienfinanzierung, Eigenkapital und Kaufnebenkosten
Sparkasse – Eigenkapital beim Immobilienkauf
Deutsche Bundesbank – Eigenkapitalanforderungen bei der Immobilienfinanzierung
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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