Kurzantwort
Der Tilgungsanteil zeigt, welcher Teil Ihrer monatlichen Kreditrate tatsächlich zur Rückzahlung des Darlehens verwendet wird. Vereinfacht gilt: Tilgungsanteil = monatliche Kreditrate – monatlicher Zinsanteil. Eine FAQ-Antwort ist ein guter Ausgangspunkt, doch im persönlichen Gespräch lässt sich Ihre Situation genauer einordnen.
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Bei einem Annuitätendarlehen besteht die monatliche Rate aus Zins und Tilgung, wobei nur der Tilgungsanteil die Darlehensschuld tatsächlich reduziert.
Vereinfacht gilt: Tilgungsanteil = Kreditrate – Zinsanteil.
Bei 300.000 Euro Darlehen, 4 % Sollzins und einer Monatsrate von 1.500 Euro beträgt der Zinsanteil zu Beginn rund 1.000 Euro und der Tilgungsanteil somit 500 Euro monatlich.
In diesem Beispiel beträgt der Tilgungsanteil an der Monatsrate 500 € ÷ 1.500 € × 100 = rund 33,3 %.
Da die Restschuld durch jede Zahlung sinkt, werden bei unverändertem Sollzins immer weniger Zinsen fällig und innerhalb der gleichbleibenden Annuität steht automatisch mehr Geld für die Tilgung zur Verfügung.
Bei einem klassischen Annuitätendarlehen verändert sich während der Sollzinsbindung normalerweise nicht die vereinbarte Rate, sondern deren Zusammensetzung aus Zins- und Tilgungsanteil.
Sinkt die Restschuld beispielsweise auf 250.000 Euro, entstehen bei weiterhin 4 % Sollzins rechnerisch nur noch rund 833 Euro monatliche Zinsen, sodass bei einer Rate von 1.500 Euro bereits etwa 667 Euro getilgt werden.
Je höher der Tilgungsanteil innerhalb der Rate wird, desto schneller reduziert sich die Restschuld und desto näher rückt die vollständige Entschuldung.
Da sich Zins- und Tilgungsanteil laufend verändern, lässt sich die Entwicklung für jedes Jahr beziehungsweise jeden Monat am übersichtlichsten in einem Tilgungsplan nachvollziehen.
Wenn ein Anleger monatlich 1.500 Euro an die Bank überweist, finden wir die Frage wichtig: „Wie viel davon ist eigentlich echter Zinsaufwand und wie viel davon reduziert meine Schulden?“
Bei unserem Beispiel sind von 1.500 Euro Monatsrate zunächst 1.000 Euro Zinsen und 500 Euro Tilgung. Die 500 Euro Tilgung stehen zwar nicht mehr als Liquidität zur Verfügung, reduzieren aber gleichzeitig die eigene Verschuldung.
Das ist eine der angenehmen Eigenschaften des Annuitätendarlehens. Mit sinkender Restschuld wird der Zinsanteil kleiner und der Tilgungsanteil größer, ohne dass die Monatsrate deshalb steigen muss.
Ein Anleger, der nur seine ursprünglichen 2 % Anfangstilgung kennt, unterschätzt deshalb häufig, wie viel seines Darlehens später tatsächlich jedes Jahr zurückgeführt wird.
Beim Cashflow belastet zunächst die komplette Kreditrate die Liquidität. Für die wirtschaftliche Vermögensbetrachtung würden wir Zins und Tilgung aber getrennt behandeln, weil nur der Zins echte Finanzierungskosten darstellt.
Uns interessieren nicht nur Monatsrate und Zinssatz, sondern auch der aktuelle Tilgungsanteil und die daraus resultierende Restschuldentwicklung. Dadurch wird wesentlich verständlicher, was innerhalb der Finanzierung tatsächlich passiert.
Der Tilgungsanteil gehört zu den einfachsten Finanzierungsgrößen überhaupt. Wer Zinsanteil und Tilgungsanteil auseinanderhalten kann, versteht einen wesentlichen Teil der Mechanik eines Annuitätendarlehens.
Eine FAQ-Antwort liefert Wissen – im persönlichen Gespräch können wir gemeinsam klären, was davon für Ihr Vorhaben wichtig ist.
Allianz – Annuitätendarlehen: Zinsanteil, Tilgungsanteil und Berechnung
Wüstenrot – Tilgungsrate und Entwicklung des Tilgungsanteils
HypoVereinsbank – Immobilienfinanzierung: Zusammensetzung der Rate aus Zins und Tilgung
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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