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Deutsche Kapitalanlage-Immobilien

Wie stark muss meine Immobilie im Wert steigen, damit die Kaufnebenkosten ausgeglichen sind?

Kurzantwort

Vereinfacht muss eine Immobilie mindestens um den Prozentsatz ihrer Kaufnebenkosten im Wert steigen, damit Kaufpreis und ursprüngliche Erwerbskosten rechnerisch wieder erreicht werden. Betragen die Kaufnebenkosten beispielsweise 10 % des Kaufpreises, ist zunächst ungefähr 10 % Wertsteigerung erforderlich – mögliche Verkaufskosten, Finanzierungskosten und Steuern noch nicht berücksichtigt. Eine FAQ-Antwort kann eine wichtige Frage klären – sprechen Sie uns gerne an, damit auch Ihre persönliche Situation in die Entscheidung einfließt.

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Ausführliche Antwort

Die Rechnung ist sehr einfach

Die Grundformel lautet:

Kaufnebenkosten ÷ Kaufpreis × 100 = notwendige Wertsteigerung zum rechnerischen Ausgleich der Kaufnebenkosten.

Ein einfaches Beispiel

Kaufpreis: 300.000 Euro

Kaufnebenkosten: 30.000 Euro

Gesamtaufwand beim Erwerb: 330.000 Euro

Damit müsste der Immobilienwert vereinfacht von 300.000 auf 330.000 Euro steigen, damit allein Kaufpreis und ursprüngliche Kaufnebenkosten rechnerisch wieder erreicht sind.

Das entspricht 10 Prozent

30.000 € ÷ 300.000 € × 100 = 10 %

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler zusammen bereits ungefähr 10 % des Kaufpreises erreichen können.

Bei höheren Nebenkosten steigt die notwendige Wertsteigerung

Betragen die Kaufnebenkosten beispielsweise 12 % des Kaufpreises, müsste die Immobilie vereinfacht ebenfalls um rund 12 % gegenüber dem ursprünglichen Kaufpreis steigen, um diese Einstiegskosten rechnerisch aufzuholen.

Maklerkosten können einen erheblichen Unterschied machen

Ob eine Maklerprovision anfällt und in welcher Höhe, beeinflusst deshalb auch den notwendigen Wertanstieg. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die konkrete Provision vereinbart wird und sich die gesetzlichen Verteilungsregeln je nach Immobilienart und Käuferstatus unterscheiden.

Notar- und Grundbuchkosten gehören ebenfalls zum Erwerb

Beim Immobilienkauf entstehen zusätzlich gesetzlich geregelte Notar- und Grundbuchkosten; Notar.de zeigt anhand konkreter Kaufpreisbeispiele, wie sich die Gebühren zusammensetzen.

Der tatsächliche Verkaufs-Break-even liegt meist höher

Wer die Immobilie später verkauft, kann zusätzliche Kosten haben. Deshalb reicht eine Wertsteigerung exakt in Höhe der ursprünglichen Kaufnebenkosten nicht zwingend aus, um wirtschaftlich tatsächlich bei null herauszukommen.

Finanzierungskosten gehören ebenfalls nicht in diese einfache Rechnung

Gezahlte Kreditzinsen, Bereitstellungszinsen oder andere Finanzierungskosten erhöhen den wirtschaftlichen Gesamtaufwand zusätzlich.

Auch Mieteinnahmen fehlen in dieser Betrachtung

Umgekehrt erwirtschaftet eine vermietete Immobilie während der Haltedauer Mieterträge. Deshalb ist diese Kennzahl ausdrücklich keine Gesamtrenditerechnung, sondern lediglich ein sehr verständlicher Blick auf die Einstiegskosten.

Aus unserer Beraterpraxis

Diese Rechnung erklärt, warum kurzfristige Immobiliengeschäfte schwierig sein können

Wer eine Immobilie für 300.000 Euro kauft und 30.000 Euro Nebenkosten bezahlt, startet wirtschaftlich zunächst mit einer Gesamtinvestition von 330.000 Euro.

Der Marktwert springt durch den Kauf nicht automatisch auf 330.000 Euro

Nur weil der Käufer insgesamt 330.000 Euro ausgegeben hat, ist die Immobilie deshalb nicht automatisch 330.000 Euro wert. Der Marktwert kann weiterhin ungefähr beim eigentlichen Kaufpreis liegen.

Zehn Prozent müssen erst einmal aufgeholt werden

Bei 10 % Kaufnebenkosten müsste der Immobilienwert in unserem einfachen Beispiel zunächst von:

300.000 Euro auf 330.000 Euro

steigen.

Erst dann wären die ursprünglichen Erwerbskosten rechnerisch über den Immobilienwert ausgeglichen.

Bei einem schnellen Verkauf wird das besonders sichtbar

Muss eine Immobilie bereits ein oder zwei Jahre nach dem Kauf wieder verkauft werden, können die einmal gezahlten Erwerbsnebenkosten wirtschaftlich sehr unangenehm werden, wenn der Immobilienwert inzwischen nicht ausreichend gestiegen ist.

Deshalb gefällt uns ein langer Anlagehorizont

Je länger eine gute Kapitalanlageimmobilie gehalten wird, desto mehr Zeit bestehen grundsätzlich für Tilgung, Mieterträge und eine mögliche Wertentwicklung. Eine positive Wertentwicklung ist selbstverständlich nie garantiert.

Kaufnebenkosten sind echtes Eintrittsgeld

Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler erhöhen nicht automatisch die Qualität oder den Marktwert der Wohnung. Sie entstehen, weil der Eigentumsübergang und der Erwerb durchgeführt werden.

Ein günstiger Einkauf hilft deshalb doppelt

Wer eine Immobilie unter einem realistischen Marktwert erwerben kann, schafft bereits beim Einkauf einen Puffer. Wer dagegen deutlich zu teuer einkauft und zusätzlich hohe Nebenkosten zahlt, muss wirtschaftlich zunächst einen wesentlich größeren Abstand aufholen.

Diese Kennzahl ist mathematisch ausgesprochen einfach, aber für Kapitalanleger sehr wichtig. Sie macht unmittelbar sichtbar, weshalb Kaufpreis und Gesamtinvestition nicht dasselbe sind und warum Kaufnebenkosten den kurzfristigen Break-even erheblich erschweren können.

Eine FAQ-Antwort kann vieles verständlicher machen, doch eine gute Entscheidung sollte immer Ihre persönlichen Voraussetzungen berücksichtigen.

Weiterführende Quellen

Verbraucherzentrale – Gesamtkosten und Erwerbsnebenkosten beim Immobilienkauf

Notar.de – Beispiele für Notarkosten beim Immobilienkauf

Verbraucherzentrale – Maklerprovisionen beim Immobilienkauf

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