Kurzantwort
Die Wohnfläche sollte nicht nur aus dem Exposé übernommen, sondern mit vorhandener Wohnflächenberechnung, Grundriss und tatsächlicher Raumaufteilung abgeglichen werden. Besonders bei Dachschrägen, Balkonen, Terrassen oder ungewöhnlichen Grundrissen können sich deutliche Unterschiede zwischen Grundfläche und anrechenbarer Wohnfläche ergeben. Eine FAQ-Antwort ist ein guter Ausgangspunkt, doch im persönlichen Gespräch lässt sich Ihre Situation genauer einordnen.
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Ideal ist eine nachvollziehbare Berechnung, aus der die einzelnen Räume und ihre jeweils angesetzten Flächen hervorgehen.
Raummaße, Gesamtfläche und tatsächliche Aufteilung sollten zumindest überschlägig zu den Angaben im Exposé passen.
Nach der Wohnflächenverordnung werden Flächen unter Dachschrägen je nach lichter Höhe vollständig, teilweise oder gar nicht angerechnet.
Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen werden nach der Wohnflächenverordnung grundsätzlich nur anteilig zur Wohnfläche gerechnet.
Kellerräume, Abstellräume außerhalb der Wohnung und bestimmte weitere Nebenräume gehören nach der Wohnflächenverordnung grundsätzlich nicht zur Wohnfläche.
Passt die angegebene Fläche nicht zu Grundriss oder Berechnung, sollte vor dem Kauf geklärt werden, nach welcher Methode die Wohnfläche ermittelt wurde.
Ist die tatsächliche beziehungsweise belastbar nachgewiesene Wohnfläche kleiner als angenommen, steigen rechnerisch der Kaufpreis pro Quadratmeter und möglicherweise auch die ursprünglich angenommene Wirtschaftlichkeit verändert sich.
Weiterführende seriöse Quellen:Wohnflächenverordnung – WoFlV§ 4 WoFlV – Anrechnung der GrundflächenNotar.de – Kauf einer Eigentumswohnung
Wenn dort 72 Quadratmeter stehen, möchten wir möglichst nachvollziehen können, wie diese 72 Quadratmeter zustande kommen.
Dort können große Bodenflächen optisch beeindruckend wirken, obwohl wegen der Dachschrägen deutlich weniger als volle Wohnfläche anzurechnen ist.
Ein großer Balkon ist ein schönes Ausstattungsmerkmal, aber seine gesamte Grundfläche sollte nicht einfach wie innenliegender Wohnraum behandelt werden.
Bei einem Kaufpreis von beispielsweise 300.000 Euro macht es einen deutlichen Unterschied, ob die Wohnung tatsächlich 70 oder nur 64 Quadratmeter Wohnfläche hat.
Je höher der Kaufpreis und je größer die Unstimmigkeit, desto eher lohnt sich eine professionelle Flächenprüfung.
Wir möchten Kaufpreis pro Quadratmeter, Miete pro Quadratmeter und Rendite nicht auf einer Fläche kalkulieren, deren Herkunft niemand nachvollziehen kann.
Eine FAQ-Antwort liefert Wissen – im persönlichen Gespräch können wir gemeinsam klären, was davon für Ihr Vorhaben wichtig ist.
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
Lebenserfahrung:
Worte sind Worte,
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und Zahlen sind Zahlen.
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