Kurzantwort
Der anfängliche Tilgungssatz zeigt, welcher Anteil der ursprünglichen Darlehenssumme im ersten Jahr planmäßig zurückgezahlt wird. Vereinfacht gilt: anfängliche Tilgung pro Jahr ÷ Darlehenssumme × 100. Eine FAQ-Antwort ist ein guter Ausgangspunkt, doch im persönlichen Gespräch lässt sich Ihre Situation genauer einordnen.
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Die Formel lautet: anfänglicher Tilgungssatz = anfänglicher Tilgungsbetrag pro Jahr ÷ ursprüngliche Darlehenssumme × 100.
Wer 300.000 Euro Darlehen aufnimmt und im ersten Jahr anfänglich 6.000 Euro tilgt, hat einen Tilgungssatz von 6.000 € ÷ 300.000 € × 100 = 2 %.
Bei einem Annuitätendarlehen kann vereinfacht gerechnet werden: Tilgungssatz = Annuitätensatz – Sollzinssatz.
Bei 300.000 Euro Darlehen entsprechen 1.500 Euro Monatsrate 18.000 Euro jährlich beziehungsweise einem Annuitätensatz von 6 %; bei 4 % Sollzins bleiben somit 2 % anfängliche Tilgung.
Die Verbraucherzentrale verwendet ebenfalls die Kombination aus Zinssatz und Anfangstilgung zur Berechnung der möglichen Monatsrate und Darlehenssumme.
Beim klassischen Annuitätendarlehen sinkt mit zunehmender Rückzahlung die Restschuld und damit der Zinsanteil, während innerhalb der grundsätzlich gleichbleibenden Rate immer mehr getilgt wird.
Ein anfänglicher Tilgungssatz von 2 % bedeutet nicht, dass während der gesamten Darlehenslaufzeit jedes Jahr lediglich 2 % der ursprünglichen Darlehenssumme zurückgezahlt werden.
Je höher die anfängliche Tilgung gewählt wird, desto schneller sinkt grundsätzlich die Restschuld, allerdings steigt gleichzeitig die monatliche Kreditrate.
Neben Darlehenshöhe und Sollzins gehört der anfängliche Tilgungssatz für uns zu den absoluten Grundlagen einer Immobilienfinanzierung.
Bei 4 % Zins und 2 % Tilgung beträgt die anfängliche Annuität 6 %. Bei 300.000 Euro Darlehen sind das 18.000 Euro jährlich beziehungsweise 1.500 Euro monatlich.
Bei 300.000 Euro Darlehen bedeutet ein zusätzlicher Prozentpunkt Tilgung zunächst 3.000 Euro jährlich beziehungsweise 250 Euro monatlich mehr Kreditrate.
Diese zusätzlichen 250 Euro sind wirtschaftlich nicht einfach zusätzliche Kosten. Sie reduzieren die Verschuldung und sorgen außerdem dafür, dass im weiteren Verlauf weniger Zinsen auf die Restschuld anfallen.
Gerade bei Kapitalanlageimmobilien kann es sinnvoll sein, nicht automatisch die maximal mögliche Tilgung zu wählen. Liquiditätsreserve, weitere Investments und persönliche Flexibilität können ebenfalls einen hohen Wert besitzen.
Wir würden beispielsweise 1,5 %, 2 %, 2,5 % und 3 % Anfangstilgung nebeneinanderstellen und jeweils Monatsrate, Restschuld und langfristige Zinskosten vergleichen.
Der anfängliche Tilgungssatz ist eine der einfachsten und wichtigsten Kennzahlen einer Immobilienfinanzierung. Er zeigt unmittelbar, wie schnell die Entschuldung startet und welchen monatlichen Liquiditätseinsatz der Anleger dafür leisten muss.
Eine FAQ-Antwort bietet Orientierung – welche Lösung zu Ihnen passt, lässt sich am besten in einem persönlichen Gespräch klären.
Verbraucherzentrale – Immobilienfinanzierung: Zusammenhang von Rate, Zins und Anfangstilgung
LBS – Annuitätendarlehen: Zinssatz, Tilgungssatz und Berechnung der Rate
Sparkasse – Tilgungsrechner: anfänglicher Tilgungssatz, Rate und Restschuld
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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