Kurzantwort
Der Finanzierungsbedarf zeigt, wie viel Fremdkapital Sie für den Immobilienkauf tatsächlich benötigen. Vereinfacht gilt: Gesamtinvestitionskosten – eingesetztes Eigenkapital = Finanzierungsbedarf. Eine FAQ-Antwort kann eine wichtige Frage klären – sprechen Sie uns gerne an, damit auch Ihre persönliche Situation in die Entscheidung einfließt.
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Zunächst werden Kaufpreis, Kaufnebenkosten und gegebenenfalls unmittelbar notwendige weitere Investitionen zusammengerechnet und anschließend das tatsächlich eingesetzte Eigenkapital abgezogen.
Kostet eine Wohnung 300.000 Euro, entstehen 30.000 Euro Kaufnebenkosten und sollen 50.000 Euro Eigenkapital eingesetzt werden, beträgt der Finanzierungsbedarf 330.000 € – 50.000 € = 280.000 Euro.
Müssen unmittelbar nach dem Kauf beispielsweise weitere 10.000 Euro investiert werden und sollen diese ebenfalls finanziert werden, steigen die Gesamtinvestitionskosten auf 340.000 Euro und der Finanzierungsbedarf bei unverändert 50.000 Euro Eigenkapital auf 290.000 Euro.
Zu den typischen Erwerbsnebenkosten gehören insbesondere Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklercourtage; die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Erwerbsnebenkosten bereits rund 10 % des Kaufpreises erreichen können.
Je mehr eigenes Kapital tatsächlich in den Erwerb eingebracht wird, desto geringer ist grundsätzlich der benötigte Darlehensbetrag.
Nur weil beispielsweise 100.000 Euro liquide Mittel vorhanden sind, müssen nicht automatisch sämtliche 100.000 Euro in die Finanzierung eingebracht werden. Eine ausreichende Liquiditätsreserve kann gerade bei einer Kapitalanlageimmobilie wichtig bleiben.
Nur weil rechnerisch beispielsweise 280.000 Euro benötigt werden, bedeutet das nicht, dass eine Bank diesen Betrag tatsächlich vollständig finanziert.
Ein vollständiger Finanzierungsplan enthält Gesamtinvestitionskosten, eingesetztes Eigenkapital sowie die benötigten Darlehen beziehungsweise Fördermittel; Sparkassen-Immobilien beschreibt genau diese Gegenüberstellung als Grundlage eines Finanzierungsplans.
Bevor wir über Sollzins, Tilgung oder Monatsrate sprechen, möchten wir zunächst wissen: „Wie viel Geld wird für das gesamte Vorhaben tatsächlich benötigt?“
Eine Wohnung für 300.000 Euro kann beispielsweise eine Gesamtinvestition von 330.000 Euro verursachen. Wer nur auf den Kaufpreis schaut, unterschätzt deshalb schnell den tatsächlichen Kapitalbedarf.
Von den Gesamtinvestitionskosten ziehen wir den Betrag ab, den der Anleger tatsächlich einsetzen möchte. Erst daraus entsteht der benötigte Fremdkapitalbetrag.
Gerade bei Kapitalanlageimmobilien halten wir eine vernünftige Liquiditätsreserve für wichtig. Ein etwas höheres Darlehen kann im Einzelfall sinnvoller sein, als nach dem Kauf praktisch kein frei verfügbares Geld mehr zu besitzen.
Bei 330.000 Euro Gesamtinvestition bedeutet:
Erst wenn der benötigte Darlehensbetrag feststeht, lassen sich mit Sollzins und Tilgung die zukünftige Kreditrate und die Restschuld sinnvoll berechnen.
Der Finanzierungsbedarf ist keine komplizierte Kennzahl, sondern eine absolute Grundlagenrechnung. Wer Gesamtinvestition, Eigenkapital und benötigtes Fremdkapital sauber voneinander trennt, hat die wesentlichen Ausgangsgrößen seiner Finanzierung bereits verstanden.
Eine FAQ-Antwort behandelt das Allgemeine – sprechen Sie uns gerne an, wenn es um die Besonderheiten Ihres Vorhabens geht.
Verbraucherzentrale – Gesamtkosten und Kaufnebenkosten einer Immobilienfinanzierung
BaFin – Grundlagen der Immobilienfinanzierung und Kreditprüfung
Sparkassen-Immobilien – Finanzierungsplan: Kapitalbedarf, Eigenkapital und Fremdkapital
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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