Kurzantwort
Die Kaufnebenkosten pro Quadratmeter zeigen, welcher zusätzliche Erwerbsaufwand neben dem eigentlichen Kaufpreis auf jeden Quadratmeter Wohnfläche entfällt. Die einfache Formel lautet: gesamte Kaufnebenkosten ÷ Wohnfläche = Kaufnebenkosten pro m². Eine FAQ-Antwort ist ein guter Ausgangspunkt, doch im persönlichen Gespräch lässt sich Ihre Situation genauer einordnen.
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Betragen die gesamten Kaufnebenkosten 30.000 Euro und besitzt die Wohnung 60 m² Wohnfläche, ergeben sich 30.000 € ÷ 60 m² = 500 Euro Kaufnebenkosten pro m².
Zu den typischen Erwerbsnebenkosten zählen insbesondere Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklercourtage; die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass diese Kosten zusammengenommen bereits rund 10 % des Kaufpreises erreichen können.
Der gesetzliche Ausgangssatz beträgt 3,5 %, wobei die Bundesländer eigene Steuersätze festlegen können und diese derzeit bis 6,5 % reichen.
Die Bundesnotarkammer erläutert, dass beim Immobilienkauf regelmäßig Kosten für die notarielle Abwicklung und das Grundbuch entstehen.
Kostet eine 60-m²-Wohnung 300.000 Euro, beträgt der reine Kaufpreis 5.000 Euro pro m²; kommen 30.000 Euro Erwerbsnebenkosten hinzu, entstehen zusätzlich 500 Euro pro m².
In diesem Beispiel beträgt die Gesamtinvestition 330.000 Euro beziehungsweise 5.500 Euro pro m², solange keine weiteren Investitionen hinzukommen.
Gerade bei unterschiedlich großen Wohnungen macht die Umrechnung auf einen Quadratmeter sichtbar, wie stark die Erwerbsnebenkosten die tatsächliche Investition erhöhen.
Für Finanzierung und Eigenkapitalbedarf zählt letztlich nicht nur der Quadratmeterwert, sondern der gesamte Eurobetrag der Kaufnebenkosten.
Der Kaufpreis pro Quadratmeter wird bei Immobilien fast immer genannt. Wir finden es deshalb logisch, auch einmal zu fragen: „Wie viele Euro pro Quadratmeter kommen durch die Kaufnebenkosten noch oben drauf?“
Kaufpreis: 300.000 Euro
Wohnfläche: 60 m²
Kaufpreis: 5.000 €/m²
Kaufnebenkosten: 30.000 Euro
Kaufnebenkosten: 500 €/m²
Gesamtinvestition: 5.500 €/m²
„30.000 Euro Kaufnebenkosten“ ist zunächst nur eine große Gesamtsumme. 500 Euro zusätzliche Kosten je Quadratmeter zeigen dagegen sehr anschaulich, wie weit der tatsächliche Kapitaleinsatz über dem reinen Quadratmeterkaufpreis liegt.
Wohnung A kann für 4.800 Euro pro m² angeboten werden und Wohnung B für 4.950 Euro. Wenn sich Maklerkosten oder andere Erwerbsnebenkosten unterscheiden, kann der Abstand bei der tatsächlichen Gesamtinvestition deutlich kleiner oder größer werden.
Der reine Angebotspreis pro Quadratmeter ist für uns nur der erste Schritt. Für die wirtschaftliche Betrachtung möchten wir anschließend wissen, wie viel das Objekt einschließlich aller Erwerbsnebenkosten tatsächlich pro Quadratmeter kostet.
Ob eine Wohnung 300.000 oder einschließlich Nebenkosten 330.000 Euro Kapital bindet, ändert zunächst nichts an der vereinbarten Nettokaltmiete. Genau deshalb reduzieren hohe Kaufnebenkosten die auf die Gesamtinvestition bezogene Anfangsrendite.
Die Kennzahl eignet sich sehr gut zum Vergleich, aber nicht als allgemeine Grenze nach dem Muster „500 Euro pro m² sind gut und 600 Euro schlecht“. Höhe von Grunderwerbsteuer, Maklercourtage und anderen Kosten hängt vom konkreten Erwerb ab.
Die Kaufnebenkosten pro Quadratmeter sind eine sehr einfache Vergleichskennzahl. Besonders zusammen mit Kaufpreis pro m² und Gesamtinvestition pro m² zeigen sie schnell, wie stark die Nebenkosten den tatsächlichen Einstiegspreis einer Kapitalanlageimmobilie erhöhen.
Eine FAQ-Antwort behandelt das Allgemeine – sprechen Sie uns gerne an, wenn es um die Besonderheiten Ihres Vorhabens geht.
Verbraucherzentrale – Erwerbsnebenkosten beim Immobilienkauf
Bundesnotarkammer – Kosten beim Kauf einer Eigentumswohnung
Bundesfinanzministerium – Informationen zur Grunderwerbsteuer
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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