Kurzantwort
Diese einfache Kennzahl zeigt, wie hoch der jährliche Schuldenabbau im Verhältnis zur Jahresnettokaltmiete ist. Die Formel lautet: jährliche Tilgung ÷ Jahresnettokaltmiete × 100. Eine FAQ-Antwort ist ein guter Ausgangspunkt, doch im persönlichen Gespräch lässt sich Ihre Situation genauer einordnen.
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Beträgt die jährliche Tilgung 6.000 Euro und die Jahresnettokaltmiete 12.000 Euro, ergibt sich 6.000 € ÷ 12.000 € × 100 = 50 %.
Der jährliche Schuldenabbau entspricht in diesem Beispiel rechnerisch der Hälfte der Jahresnettokaltmiete.
Die Kennzahl ist lediglich ein Größenvergleich, denn aus den Mieteinnahmen müssen zusätzlich insbesondere Finanzierungskosten und nicht umlagefähige Eigentümerkosten getragen werden.
Mit sinkender Restschuld verringert sich der Zinsanteil der grundsätzlich gleichbleibenden Rate und der Tilgungsanteil steigt, weshalb auch diese Quote im Laufe der Finanzierung steigen kann.
Steigt die jährliche Tilgung auf 7.200 Euro und beträgt die Jahresnettokaltmiete weiterhin 12.000 Euro, erhöht sich die Kennzahl auf 60 %.
Steigt gleichzeitig die Jahresnettokaltmiete, muss sich die Quote trotz höherer Tilgung nicht im gleichen Umfang erhöhen.
Eine Quote von 50 % oder 70 % sagt allein weder aus, ob die Immobilie rentabel ist, noch ob ihr monatlicher Cashflow positiv ist.
Die Tilgung im Verhältnis zur Jahresmiete ist keine standardisierte Bankkennzahl, sondern eine leicht verständliche Zusatzrechnung zur Einordnung von Mietertrag und Schuldenabbau.
Bei einer Kapitalanlageimmobilie kommt die Miete zunächst als Einnahme herein, während durch die Tilgung gleichzeitig die Verschuldung sinkt. Beide Größen einmal miteinander zu vergleichen, macht den laufenden Schuldenabbau sehr anschaulich.
Jahresnettokaltmiete: 12.000 Euro
Jährliche Tilgung: 6.000 Euro
Tilgung im Verhältnis zur Jahresmiete: 50 %
Erhöht sich innerhalb der Annuität der jährliche Tilgungsbetrag beispielsweise auf 7.200 Euro, entsprechen diese bei unverändert 12.000 Euro Jahresmiete bereits 60 %.
Diese Formulierung wäre zu vereinfachend. Der Anleger trägt schließlich ebenfalls Finanzierungskosten, Eigentümerkosten, mögliche Leerstände und gegebenenfalls einen eigenen monatlichen Zuschuss.
Während Kreditzinsen echte Finanzierungskosten darstellen, reduziert Tilgung die Restschuld. Deshalb kann eine Immobilie einen leicht negativen Cashflow besitzen und gleichzeitig einen erheblichen jährlichen Schuldenabbau erzeugen.
In einer aktuellen Beispielrechnung für eine vermietete Kapitalanlage werden Mieteinnahmen, Kosten, Kreditrate, Zinsen und Restschuld getrennt ausgewiesen; dadurch wird sichtbar, dass ein Teil der Kreditrate laufend zur Entschuldung beiträgt.
Wir möchten wissen: Wie viel Liquidität kostet mich die Immobilie jährlich – und wie viel Darlehen wird im selben Zeitraum zurückgeführt? Nur beide Größen zusammen ergeben ein vernünftiges Bild.
Die Kennzahl ist mathematisch sehr einfach und eignet sich gut, um den jährlichen Schuldenabbau greifbar zu machen. Sie sollte aber immer zusammen mit Zinskosten, Cashflow, Restschuld und eingesetztem Eigenkapital betrachtet werden.
Eine FAQ-Antwort kann Zusammenhänge erklären, doch erst der Blick auf Ihre persönliche Situation schafft wirkliche Klarheit.
Deutsche Bundesbank – Annuitätendarlehen: Zusammenspiel von Zins und Tilgung
KfW – Annuitätendarlehen und Tilgung
Finanztip – Kapitalanlageimmobilie: Miete, Kredit, Tilgung und Restschuld
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diesen Text zu lesen.
Bei weiteren Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
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